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Radolfshausen Wilhelm Busch in Ebergötzen über Telefon zu hören
Die Region Radolfshausen Wilhelm Busch in Ebergötzen über Telefon zu hören
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18:42 05.03.2019
Osterodes Bürgermeister Klaus Becker hört sich seinen Beitrag am Telefon an. Quelle: Rüdiger Franke
Ebergötzen

Die Audio-Ausstellung unter dem Motto „Wilhelm Busch persönlich“ hat zum Ziel, Werke des Künstlers in einer anderen medialen Form zu präsentieren, aber auch die persönliche Verbindung der einzelnen Persönlichkeiten zu dem beliebten Literaten aufzuzeigen. Die Idee zu der Ausstellung hatte Radolfshausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre, Vorstandsmitglied im Wilhelm-Busch-Förderkreis. Er dachte über Möglichkeiten nach, die Mühle wieder publik zu machen. „Früher in der Volksbank gab es in der Kinderecke einen Hörer, den man abnehmen konnte, um eine Geschichte zu hören“, erinnerte er sich. Und so versuchte er in alte Telefone MP3-Player einzubauen.

Keine Absage

Insgesamt 18 Vorleser hat Behre für sein Projekt gewinnen können. „Ich habe keine Absage erhalten“, erzählt er. Nachdem Landtagspräsidentin Gabriele Andretta beim Städte- und Gemeindebund Busch zitierte, habe sie sich praktisch selbst beworben. Während eines Krankenhausaufenthaltes lernte er Professor Michael Ghadimi kennen, der sich als Busch-Kenner erwies. Und auch die übrigen, die er ansprach, wussten sofort etwas mit Busch zu verbinden. Der Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle besuchte als Kind sogar eine Wilhelm-Busch-Grundschule.

Max und Moritz

Buschs bekannteste Geschichte ist ohne Frage „Max und Moritz“. „Sie ist 1865 erschienen und in circa 80 Fremdsprachen und 120 Dialekten übersetzt worden“, erzählt Marianne Tillmann, Geschäftsführerin des Förderkreises, „zuletzt 2007 in einer arabischen Version.“ Fast 350 verschiedene Auflagen gebe es. Deshalb habe sie sich, wie auch der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht, der Eichsfelder Landrat Werner Henning, das Göttinger Sparkassenvorstandsmitglied Steffen-Peter Horn, der Katlenburg-Lindauer Bürgermeister Uwe Ahrens, Moderator Jan Fragel und Radolfshausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre einen der sieben Streiche des beliebten Duos ausgesucht.

Eröffnung der Ausstellung der Audio-Ausstellung in der Mühlenscheune der Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen Quelle: Rüdiger Franke

Mehr als 600 Gedichte

„Es gibt aber noch viel mehr Geschichten“, sagt Tillmann, „darunter auch die ersten Comics.“ Und Klassiker wie „Die fromme Helene“ und „Hans Huckebein“ hätten nichts an ihrer Aktualität verloren. Außer den Bildergeschichten gebe es aber auch mehr als 600 Gedichte, darunter viele Zweizeiler wie „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“. Man bekomme von Busch eigentlich für jede Gelegenheit ein Zitat geliefert. So hat auch Osterodes Bürgermeister Klaus Becker gleich eines parat: „Es ist ein Brauch von alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör!“

Vorleser

Weitere Persönlichkeiten, die sich mit ihren Lieblingsgeschichten beteiligten, sind die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann mit „Fink und Frosch“, Fritz Güntzler mit „Über das Älterwerden“ und Jürgen Trittin mit „Plisch und Plum“. Aber auch der HVE-Vorsitzende Gerold Wucherpfennig, Uni-Präsidentin Professor Ulrike Beisiegel, Göttingens Bürgermeister Rolf-Georg Köhler und Sparkassen-Vorstand Rainer Hald haben sich beteiligt, ebenso wie die Göttinger und Northeimer Landräte Bernhard Reuter und Astrid Klinkert-Kittel sowie die Leiterinnen der Wilhelm-Busch-Schulen in Göttingen und Ebergötzen, Silvia Draschoff-Schmelzer und Hanka Rode.

CD geplant

Ein Ziel hat Behre noch: „Wir wollen die Texte auch als CD veröffentlichen.“ Diese werde die Optik einer alten Vinylplatte haben.

Von Rüdiger Franke

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