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Rosdorf Der Gurken-Coup ist gelungen
Die Region Rosdorf Der Gurken-Coup ist gelungen
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15:57 06.08.2019
Familie Wiegmann spendet 1000 Euro an das Göttinger Elternhaus. Quelle: R
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Rosdorf

Am vergangenen Sonnabend herrschte auf dem Hof von Mona und Frank Wiegmann reger Betrieb. Bei prächtigem Wetter fuhr ein Kunde nach dem anderen vor, um sich auf dem nahe liegenden Feld am Ortsrand ein paar Gurken zu pflücken. Die einen suchten frische und ungespritzte Zutaten für ihren Salat, die anderen werden das grüne Gemüse einlegen und das ganze Jahr genießen. Oder die Gurken landen in der Pfanne als Schmorgemüse.

Kleiner Streichelzoo auf dem Hof der Wiegmanns. Quelle: R

„Ich wollte zwischendurch mal kurz nachschauen, was auf dem Feld so los ist. Aber ich bin vom Stand hier gar nicht weggekommen“, beschreibt Mona den Andrang. Sie hatten neben dem Pavillon ein Gehege aufgebaut und die Hasen und zwei Schweine aus dem Stall geholt. Als kleinen Streichelzoo für die Besucher. Und die reisten aus dem gesamten Landkreis an – zum Großteil eigens wegen die Spendenaktion.

Dank an die spendablen Kunden

Denn Wiegmanns hatten angekündigt, die kompletten Einnahmen des Tages an das Göttinger Elternhaus weiterleiten zu wollen. „Viele haben nicht mal gepflückt, sondern nur gespendet“, sagt Frank. Er ist seinen Kunden dankbar für den Erfolg der Aktion. Am Ende waren rund 500 Euro durch den Gurkenverkauf und 400 Euro durch Spenden zusammengekommen. Wiegmanns füllten den Topf auf und übergaben glatte 1000 Euro.

„Vielleicht machen das im nächsten Jahr wieder“, stellte Mona bei der Übergabe am Dienstag vage in Aussicht. Otfried Gericke, zweiter Vorsitzender der Elternhilfe, der die Familie durch das Elternhaus führte, antwortete prompt: „Wir hätten nicht dagegen.“ Möglicherweise auch wegen der kulinarischen Sachspende, mit der die Wiegmanns das Elternhaus zusätzlich versorgt hatten. Auch hier gibt es jetzt Gurken satt.

Spenden geht auch ohne Gurken

Seit 1985 bietet der Verein Elternhilfe für das Krebskranke Kind Eltern die Möglichkeit einer Übernachtung, während das eigene Kind in der benachbarten Uniklinik behandelt wird. Von Beginn an war in der Satzung festgelegt, dass nicht nur die Eltern kleiner Krebspatienten, sondern alle Angehörige hier vorübergehend eine Unterkunft finden können. Schon sieben Jahre nach Fertigstellung war der Bedarf so groß, dass angebaut werden musste. Im gleichen Jahr gründete der Verein mit Kimbu einen speziellen häuslichen Kinderkrankenpflegedienst.

Heute bietet das Göttinger Elternhaus neben den mehr als 30 Betten, zwei Apartements und einen Mehrzweckraum. Vier psychosoziale Mitarbeiter kümmern sich um die Bewohner und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch wenn die kleinen Patienten entlassen werden und mit ihren Familien wieder zu Hause leben.

Natürlich kann man die Arbeit des Göttinger Kinderhauses auch außerhalb der Wiegmannschen Spendenaktion unterstützen. Auf der Seite elternhaus-goettingen.de sind die entsprechenden Kontodaten hinterlegt.

Von Markus Scharf

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