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Rosdorf 25 Jahre Freibad Settmarshausen: Spiel, Spaß, Party und Feuer-Varieté
Die Region Rosdorf 25 Jahre Freibad Settmarshausen: Spiel, Spaß, Party und Feuer-Varieté
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10:23 10.08.2019
Im Freibad herrscht Vorfreude pur auf die Party am Sonnabend. Quelle: R
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Settmarshausen

Diese Geburtstagsparty ist für viele Settmarshäuser und Klein Wiershäuser auch mit einem Rückblick verbunden. Zahlreiche Bürger aus beiden Orten haben sich in den vergangenen Jahren ehrenamtlich für den Erhalt und die Modernisierung des Waldschwimmbads engagiert, sagt Jörn Herting vom Organisationsteam Bad/Party. Und sie sind in und außerhalb der Arbeitsgemeinschaft Freibad weiterhin mit großem Zeitaufwand im Einsatz, so der 48-Jährige: „Das Freibad ist für uns alle eine Herzensangelegenheit, anders kann man das nicht bezeichnen.“

Im Sommer 1952 sei der ehemalige Feuerlöschteich am Hagenweg in Settmarshausen in eine Badeanstalt umfunktioniert worden. Vom Begriff hätten sich die Anstaltsaktiven bald emanzipiert und das Areal in Freibad umbenannt, dessen Bestand 40 Jahre lang von „unterschiedlichen Betreibern“ (meist von den Gemeinden Settmarshausen und Rosdorf) verantwortet worden sei, teilte Carsten Koch, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, mit. Ende der 80er-Jahre habe es „die ersten Überlegungen zur Schließung“ gegeben. Doch mit diesem Ende hätten sich die Ortsräte Frank Olschewski, Karin Bollensen und Ortsbürgermeisterin Brunhild Ralle nicht abfinden wollen, so Koch.

Die Kommunalpolitiker beschlossen im Dezember 1993 den Erhalt, die Aufnahme von „Sachkosten“ im Haushalt ’94 und „Verhandlungen“ mit dem TSV Settmarshausen, der das Bad als Träger übernehmen sollte. „Das gab eine kontroverse Diskussion“, sagt Herting. Das finanzielle Risiko habe einigen Sportfreunden schwer zu denken gegeben. Doch die TSVer Dieter Heinemann, Kurt Schemmerling, Detlef Orzel und Gerd Haupt hätten gegenüber dem Vereinsvorstand gut argumentiert und ein Ass im Ärmel gehabt: Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Freibad (Arge) als Abteilung des Vereins – „mit weiteren schriftlichen Zusagen von Mitgliedern freiwilligen Helfern“, so Koch.

Und genau so geht’s auch heute, betont Herting. „Ein Freibad ist wie eine Modelleisenbahn, es gibt immer was zu tun.“ Beispiele seien der Austausch von Spielgeräten, örtliche Tischler und Dachdecker hätten im vergangenen Winter den Kiosk komplett saniert, die Küche sei erneuert worden. „Und wir nehmen gern Hinweise von Badegästen auf“, sagt Herting. „Nach der Saison ist vor der Saison. Im Herbst setzen wir uns zusammen und besprechen, was zu tun ist, was wann realisiert werden kann.“

Ein Freibad ist wie eine Modelleisenbahn. Es gibt immer etwas zu tun“ – die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft (v.l.): Daniel Gerke, Bernd Scholz, Karin Bollensen, Jörn Herting, Eva Kliewes, Sabrina Hartmann, Carsten Koch und Gründungsmitglied Kurt Schemmerling. Quelle: Heller

Herting bildet mit Daniel Gehrke und Bernd Scholz „das Orga-Team“; hinzu kommen fünf weitere Mitglieder in der Arge und „zahlreiche ehrenamtliche Helfer“. Karin Bollensen sorgt für die personelle Besetzung der frisch sanierten Kantine (auch liebevoll „Waldschänke“ genannt), Ina Fröchtenicht kauft ein (Pommes, Bockwurst, Süßigkeiten, Eis und Co.) – nach zehn Jahren wird sie den Job bald an Eva Kliewes übergeben. Sabrina Hartmann kümmere sich um die „Besetzung der Aufsichtsdienste“ (von Vorbereitungsarbeiten über „Becken saugen“ und Überprüfung der technischen Anlagen bis zu den Schwimmmeistern, die „alle den Rettungsschwimmerschein der DLRG“ besitzen). Carsten Koch „bestückt das Rosdorfer Mitteilungsblatt mit Artikeln rund ums Freibad“ und sorgt dafür, dass junge und ältere Freibadgäste genug Getränke ordern können.

Apropos: Neben dem bekannten Angebot flüssiger Labsal dürfen die Partygäste am Sonnabend Drinks des Klein Wiershäuser „Cocktail-Dreamteam“ genießen (ab 18 Uhr). Ein Fest werde in jedem Jahr veranstaltet, so Herting, doch dieses sei eine besondere Party.

Eine Hüpfburg sorgt bei den jüngeren Geburtstagsgästen für Abwechslung nach und vor dem Planschen. Arm- und Beinarbeit ist im Wasser gefragt – aber noch gefragter an der Kletterwand, den der Alpenverein aufstellen wird. Wer sich auf die Hebebühne traut, kann aus 30 Metern Höhe das Bad und die Umgebung bewundern. Die Baden und Planschen sollen mit Aqua-Zumba variiert werden. Und die Bevertaler Alphornbläser werden nachmittags ein schönes Kontrastprogramm zur abendliche Disco bieten. Von der Feuervarieté-Show verspricht sich Herting einiges: „Die Spiegelung auf dem Wasser wird sicher eine ganz tolle Sache.“

Ein, zwei Euro Eintritt – zwei, drei Helfer mehr?

Das Freibad ist in den Ferien von 13 bis 19 Uhr, nach den Ferien von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Von 7.30 bis 9 Uhr ist Frühschwimmen möglich. Der Eintritt kostet zwei Euro (Erwachsene), ermäßigt einen Euro. Die Wassertemperatur beträgt aktuell „22, 23 Grad“. Das Bad verfügt über ein kombiniertes Schwimmer-/Nichtschwimmerbecken mit Kinderrutsche, Baby-Bassin, Sandkasten und „Kinderturm“. Spender, Arge-Team und ehrenamtlich tätige Bürger beider Dörfer sorgen für die Instandhaltung des Freibads – und für das laufende unbeschwerte Vergnügen. Vor allem beim Aufsichtsdienst, so Jörn Herting (Arge), „könnte wir mehr Personal gut gebrauchen. Mitarbeit wird zur großen Herausforderung in der nächsten Zeit. Wir müssen sehen, dass wir das finanziell gestemmt bekommen.“

Von Stefan Kirchhoff

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