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Rosdorf Bahnhof Rosdorf soll reaktiviert werden
Die Region Rosdorf Bahnhof Rosdorf soll reaktiviert werden
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16:37 29.03.2019
Bahnhof Rosdorf. Quelle: Christina Hinzmann
Rosdorf

Die Reaktivierung des Bahnhaltepunktes Rosdorf geht in die nächste Runde: Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) hat jetzt Rahmenverträge unterzeichnet. Die sehen vor, dass die Deutsche Bahn bei der Reaktivierung von zehn Bahnstationen mindestens 25 Prozent Baukosten übernimmt. Die verbleibenden Kosten werden zu 75 Prozent durch Land, Regionalverband und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) getragen.

„Noch nichts entschieden“

Allerdings: „Wir haben noch gar nicht entscheiden, ob wir das überhaupt wollen”, sagt Rosdorfs Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD). Derzeit werden zunächst einmal alle Fakten und Daten gesammelt. „Auf dieser Grundlage werden wir dann im Gemeinderat und im Kreistag darüber beraten”, so Steinberg. Völlig offen sei, wo ein solcher Haltepunkt entstehen könnte und wie viele Fahrgäste das überhaupt nutzen würden.

Die Kreisverwaltung, die das Gutachten dafür in Auftrag gegeben hat, bestätigt: „Das Ingenieurbüro hat die ersten Untersuchungen für den Bahnhaltepunkt Rosdorf abgeschlossen, sodass die Dokumente im nächsten Schritt von unseren Partnern geprüft werden können”, so Verwaltungssprecherin Andrea Riedel-Elsner. Diese sogenannten Leistungsphasen eins und zwei werden nun von den Partnern – DB Station&Service, DB Netz, LNVG, Gemeinde Rosdorf – beraten. Erst wenn alle Beteiligten zugestimmt hätten, stehe die Entscheidung an. Riedel-Elsner rechnet damit „im Laufe des Jahres”.

Abgeordnete von CDU, SPD und Grünen dafür

„Die Nachricht ist sehr erfreulich”, sagt auch der Landtagsabgeordnete der Grünen, Stefan Wenzel. Er beschäftigt sich bereits seit Mitte der 90er Jahre mit diesem Thema. „Jetzt besteht die Hoffnung, künftig eine schnelle zusätzliche Verbindung von Rosdorf zum Bahnhof Göttingen und nach Süden zu bekommen”, so Wenzel. Dann können auch Friedland, Eichenberg und weiter entfernte Ziele ohne Umweg erreicht werden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht begrüßt, dass sich CDU und SPD gemeinsam dazu entschlossen haben. „Ich halte diese Maßnahme für gut und wichtig”, so Ehbrecht. Der alte Bahnhof Rosdorf sei eine weitere gute Anbindung an Göttingen. Die Region Rosdorf, so Ehbrecht, wachse auch als Industrie- und Gewerbestandort. Auch dafür sei die ÖPNV-Anbindung eine „begrüßenswerte und nur logische Konsequenz”. Ehbrecht ist sicher, dass „die Bürger dies gut annehmen werden”.

Auch sein SPD-Landtagskollege Gerd Hujahn begrüßt die Reaktivierung der Bahnstation Rosdorf. „Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels ist ein Angebot, auf die Bahn umsteigen zu können, ein aktiver Beitrag zur Reduktion des Individualverkehrs und klimaschädlicher Gase”, sagt er. Für Rosdorf bedeute die Bahnanbindung eine Attraktivitätssteigerung.

Pro Bahn warnt vor Euphorie

Auch Gerd Aschoff, Vorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn Südniedersachsen, freut sich über diesen Impuls. „Allerdings warnen wir vor Euphorie, denn der Ausbau der Bahninfrastruktur ist eine langfristige Angelegenheit, in der die Finanzierung aber auch die Abstimmung der Landkreise, Gemeinden und des Zweckverbands Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen glücken muss”. Auch andere Punkte, wie der in Uslar-Verliehausen dürfe nicht aus dem Auge verloren werden.

Von Britta Bielefeld

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