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Rosdorf „DJ Ötzi“ und „Helene“: Doppeltes Double bei Rosdorfer Zeltgaudi
Die Region Rosdorf „DJ Ötzi“ und „Helene“: Doppeltes Double bei Rosdorfer Zeltgaudi
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12:00 05.09.2019
Helene-Fischer-Double Victoria sorgt für Stimmung im Festzelt.  Quelle: Bergolte
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Rosdorf

Das Motto heißt „Rosdorfer Zeltgaudi“. Die sei zwar nicht als Oktoberfest zu verstehen, betont Claudia Hasert, vom Festausschuss des veranstaltenden Feuerwehrvereins, doch „wir freuen uns über jeden der in Tracht erscheint“: in Dirndl und Lederhose.

Mitglieder des Festausschusses wollen am Freitagabend bajuwarisch gewandet im Zelt feiern – 3. v.l.: Claudia Hasert, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Quelle: R

Das Zelt wird auf dem Festplatz am Kampweg beim Freibad aufgebaut. Festwirtin ist Carmen Müller vom gleichnamigen Festzeltbetrieb in Duderstadt. Für Bewegung auf dem Platz sorgt die Familie Bodem aus Duderstadt: Autoscooter, Bobbahn, Kinderkarussell, Schießwagen, Pfeilwurf-, Büchsenwurf-, Süßwaren- und Crêpestand bieten alles, was das Herz des Kirmes-Fans begehrt. Das Programm ist für alle gedacht: Rosdorfer jeder Generation werden ihren Spaß haben. Genuss gibt’s für Ohren und Gaumen, für Tanzfans und Feier-Biester.

Sponsoren, die einen ausgeben, werden im Zelt gepriesen

Der Festplatz wird am Freitag um 17 Uhr geöffnet. Eine Stunde später beginnt die Zeltgaudi. Serviert wird ab 18 Uhr. Bestellungen werden nicht mehr angenommen, betont Hasert. Karten (zehn Euro) für die Fortsetzung der Gaudi sind im Vorverkauf bei der Sparkasse in Rosdorf sowie an der Abendkasse erhältlich. Um 20 Uhr wird Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD) offiziell das erste Kirmes-Fass anstechen – selbiges spendiert die Brauerei. Sponsoren, die einen ausgeben, werden im Zelt per Mikro gepriesen, so Hasert.

Mit zwei Schlagerstar-Doubles „atemlos durch die Nacht“

Um 21 Uhr bittet die „Zahnfee Event Crew“ (DJ) zum „Warmtanzen“. Später am Abend geht die Party richtig los: DJ-Ötzi-Double Kay Christiansen bringt das Zelt zum Vorkochen – und nach ihm erobert Helene-Fischer-Double Victoria die Bühne. „3 Uhr könnte es werden“, sagt Hasert.

DJ-Ötzi-Double Kay Christiansen tritt am Freitagabend bei der Zeltgaudi auf. Quelle: r

Der große Umzug beginnt am Sonnabend um 14 Uhr – allerdings mit einem anderen Verlauf als angekündigt. „Aufgrund von Bauarbeiten an der Göttinger Straße findet die Aufstellung um 13.30 Uhr am Parkplatz des Rewe-Marktes statt“, sagt Hasert. „Wir passieren anschließend über den Mahntweg den Hamberg, erreichen das Freibad und gehen weiter über den Siekweg/Masch durch die Lange Straße. Ab da folgen wir der Standardroute durch das Altdorf.“ Sie erwartet „mindestens 1000 Teilnehmer“, darunter „etwa zehn Wagen“. Anmeldungen von Kurzentschlossenen nimmt Lutz Heinicke unter Telefon 0551/781931 entgegen.

Die auffälligsten Umzugsbeiträge werden am Sonntag prämiert. Quelle: R

Im Anschluss geht’s ab 16 Uhr bei Kaffee und Kuchen und Kapellen weiter (Eintritt frei). Nach der Überleitung beginnt das Abendprogramm um 20 Uhr mit der Verkündung der Schützenkönige und den „Festzelt-Feier-Profis“ El Trinkos(Eintritt: zehn Euro).

Das Kirmes-Frühstück beginnt am Sonntag um 10 Uhr – nach Noten begleitet von der Werrataler Blasmusik. Der Eintritt ist frei. Der Schmaus kostet: das große Frühstück 7,50 Euro (unter anderem Käse, Schinken, Frikadelle und Frischkäse), das für Kinder einen Euro, außerdem gibt’s „Bayern-Döner“, Weißwurst und Brezel.

Acht-Station-Spiel für Kinder am Sonntagvormittag

Ab 11 Uhr können sich Kinder in der Nachbarschaft, auf dem Gelände der Feuerwehr, austoben. Sie dürfen sich auf ein „Acht-Stationen-Spiel“, unter anderem auf Klobürsten-Hockey, und kleine Überraschungen freuen.

Etwas größere Überraschungen gibt es im Zelt: In drei Kategorien werden die auffälligsten oder einfallsreichsten Teilnehmer des Umzugs belohnt. Die von einer Jury gewählten Besten erhalten Geldpreise in Höhe von 1200 Euro – zu einem Drittel vom Veranstalter, zu zwei Dritteln vom Ortsrat finanziert.

Das geht – und das geht nicht: Der Kirmes-Knigge

Die Festschrift wäre kein Prachtexemplar ohne ein liebevolles Detail, das sich der Gestalter der Broschüre, Maximilian Knipp, ausgedacht hat, sagt Claudia Hasert vom Festausschuss: Den Kirmes-Knigge. Was geht? Was geht nicht?

Verpönt sind Pöbeln, Schubsen, Drängeln: „Ob im Zelt, auf dem Platz oder am Bierwagen/der Würstchenbude, es scheint noch Leute zu geben, die der Meinung sind, das wäre nötig. NEIN. IST ES NICHT. Aber es nervt alle anderen“, steht auf Seite 79. Und „Gläser durch die Gegend zu schmeißen“, ist ebenfalls tabu. In eine Scherbe zu treten, sei „keine wünschenswerte Erfahrung“.

Wünschenswert sind „ein respektvoller Umgang miteinander“; „seiner Liebsten eine Rose zu schießen“ („nicht kitschig, gehört bei einer Kirmes fast zum guten Ton“) – alternativ zählen laut Herrn Kirmes-Knigge „auch Lebkuchenherzen oder Kuscheltiere“; eines jeden Pflicht ist „Party machen – schließlich gibt es ein tolles Zelt und super Programm“; und „auch mal einen ausgeben“ gehöre zum guten Ton: „Denn Geiz ist auf der Kirmes alles andere als geil!“

Von Stefan Kirchhoff

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