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Rosdorf Rasierklingen in Hundeköder in Lemshausen
Die Region Rosdorf Rasierklingen in Hundeköder in Lemshausen
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15:04 17.12.2018
Die Köder seien so präpariert gewesen, dass die Rasierklingen bei dem Verzehr Verletzungen der Tiere hätten verursachen können, teilte die Polizei mit. Quelle: picture alliance / dpa
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Lemshausen

Gefahr für Hunde: In Lemshausen in der Gemeinde Rosdorf haben Hundebesitzer gefährliche Hundeköder gefunden. Die Polizei ermittelt und hofft auf Hinweise.

Ein bislang unbekannter Täter hat in der Straße „An der Brücke“ im Rosdorfer Ortsteil Lemshausen mehrere mit einer unbekannten Substanz oder Rasierklingen präparierte Wurstscheiben ausgelegt. Zwei Hundebesitzer hätten die gefährlichen Köder am vergangenen Wochenende auf dem Gehweg gefunden, berichtet die Polizei in Göttingen.

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Die Köder seien so präpariert gewesen, dass die Rasierklingen bei dem Verzehr Verletzungen der Tiere hätten verursachen können. Mit welchen Substanzen die Wurstscheiben versetzt waren, ist derzeit unbekannt. Auch wer die Fleischköder ausgelegt hat, wann genau das geschah und warum sei bislang ungeklärt, so die Polizei. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt sie unter Telefon 0551/4912115 entgegen.

Können Hundehalter ihr Tier darauf trainieren, gefährliche Gegenstände zu meiden und diese somit nicht zu verschlucken? Grundsätzlich ja, sagt Klaus Eckstein, Vorsitzender des Boxerklubs Göttingen. „Man kann jedem Hund beibringen, an Leckerlis vorbeizugehen.“ Allerdings sei der Zeitpunkt, ab wann ein Hund trainiert wird, entscheidend. Mit einem Welpen sei dergleichen viel einfacher umzusetzen als mit einem älteren Hund. Dabei gebe es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen.

Eckstein nennt als Trainingsbeispiel ein Spiel: Der Hund ist angebunden, und außerhalb seiner Reichweite liegt ein Leckerli. Der Befehl „nein“ soll ihm verdeutlichen, dass er das Leckerli nicht anrühren darf. Ziel: Wird der Hund von der Leine gelassen, frisst er das Leckerli erst nach der Erlaubnis seines Besitzers.

„Man muss ein Team mit dem Hund sein“, erklärt Eckstein das Geheimnis. Zudem müsse das Training konsequent und regelmäßig wiederholt werden. „Da steckt viel Arbeit drin“, was viele Hundebesitzer schnell abschrecke. „Sag niemals nie“, sagt Eckstein, aber mit Training sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund an einem potenziell gefährlichen Köder vorbeigehe, viel größer. „Hunde wollen lernen und tun dies daher auch sehr schnell.“

Von mib

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