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Rosdorf Grundstein gelegt: „Gebäude für Jung und Alt“
Die Region Rosdorf Grundstein gelegt: „Gebäude für Jung und Alt“
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18:20 09.08.2019
Architekt Brune (l.) und Bürgermeister Steinberg lassen eine Urne mit Zeitdokumenten in den Boden ein. Am Freitag wurde die Grundsteinlegung am Familienzentrum Rosdorf gefeiert. Quelle: Filip Donth
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Rosdorf

Der symbolische Grundstein ist gelegt: Bürgermeister Sören Steinberg (SPD), Architekt Gregor Brune (Büro Brune + Brune) und Gäste haben am Freitag den Baufortschritt des Familienzentrums Rosdorf gefeiert. Das Drei-Millionen-Euro-Projekt soll im Sommer 2020 fertiggestellt werden.

Der Bau des Familienzentrums sei notwendig, da Rosdorf als wachsende Gemeinde in seine Infrastruktur investieren müsse, erklärte Bürgermeister Steinberg vor rund 20 Gästen, überwiegend künftige Nutzer und Mieter der Räume Hinter den Höfen. Der Gemeinderat hatte den Bau des Familienzentrums mit 16 Stimmen bei elf Gegenstimmen beschlossen. Im Winter 2017 wurde der Bauantrag beim Landkreis gestellt. Die Genehmigung erfolgte fast ein Jahr später. Im Frühjahr dieses Jahres begann der Bau, im Sommer 2020 soll er abgeschlossen werden. „Wir sind sehr optimistisch, dass wir die Bauzeit einhalten werden und müssen dann auch fertig werden“, sagte Steinberg.

Die Volkshochschule Göttingen Osterode (VHS), einer der Mieter, will bereits zum Wintersemester 2020 in den neuen Räumen unterrichten. Die Bildungseinrichtung legt in Rosdorf den Schwerpunkt auf Sprache, Gesundheit und Ernährung und wird eine Lehrküche beziehen. Neben der VHS sollen unter anderem ein Café, die Bücherei, ein Atelier für Kunstkurse, ein Foyer für Ausstellungen, ein Musikraum, Angebote von Hebammen sowie der Nachbarschafts- und Seniorenbeirat im neuen Familienzentrum unterkommen. Zudem wird es Räume geben, die von Vereinen für Sportkurse genutzt werden können. Viele Räume werden öffentlich zu mieten sein. Das Gebäude werde vollständig barrierefrei sein, erläuterte Steinberg.

Bürgerbeteiligung in der Planung

Die Nutzung des Gebäudes sei aber „nicht in Stein gemeißelt“, jeder könne sich auch weiterhin einbringen. „Es gab verschiedene Workshops, Arbeitsgruppen und Podiumsdiskussionen zum Bau des Familienzentrums, sodass jeder Bürger sich bei der Planung einbringen konnte. Diese Ideen sind dann in den Entwurf mit eingeflossen, den die Politik in zahlreichen Sitzungen des Bauausschusses diskutiert hat“, berichtete der Bürgermeister.

Die Pläne für das Familienzentrum erarbeitete das Göttinger Architekturbüro Brune + Brune. Das Büro hatte sich in einer europaweiten Ausschreibung gegen vier Mitbewerber durchgesetzt. Die Pläne sehen vor, bestehende Gebäudeteile der ehemaligen Anne-Frank-Schule durch Ergänzungsbauten und Fassaden zu umschließen, da diese nicht mehr den energetischen Standards entsprechen. „Wir bauen ein Gebäude für Jung und Alt, das selber jung und alt zugleich ist“, sagte Architekt Gregor Brune bei der Grundsteinlegung. Andere Gebäudeteile der ehemaligen Schule wurden bereits abgerissen, ein weiterer soll folgen.

1,7 Millionen Euro Förderung des Landes

Die Kosten für den Bau des Familienzentrums belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf drei Millionen Euro. Das Projekt wird mit 1,7 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert. Steinberg bekräftigte am Freitag seinen Wunsch, noch stärker finanziell vom Land für das Projekt unterstützt zu werden. Für die Gemeinde Rosdorf sei es die größte Investition seit Jahrzehnten, betonte er. „Wir haben 90 Prozent der Gewerke vergeben und halten derzeit die Bausumme ein“, so der Bürgermeister.

Steinberg ließ gemeinsam mit Architekt Brune eine Urne, die unter anderem die Baupläne, eine Tageszeitung und weitere Zeitdokumente enthielt, in den Boden ein. Bereits in den kommenden Wochen werde man weiteren Fortschritt am Bau sehen können, das Richtfest werde voraussichtlich im Oktober oder November gefeiert, prognostizierte der Bürgermeister.

Von Filip Donth

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