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Rosdorf Grenzen der Leistungsfähigkeit
Die Region Rosdorf Grenzen der Leistungsfähigkeit
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11:53 26.01.2017
Von Matthias Heinzel
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Rosdorf

Das Problem: Die für die kommenden Jahre beschlossenen Investitionen bringen die Gemeinde an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, hat die Verwaltung errechnet. Oberstes Gebot, erklären Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) und Kämmerin Ulrike Kaemling, sei aber, eine Überschuldung zu verhindern. Nach bisheriger Beschlussfassung läge die erforderliche Kreditsumme für die nächsten Jahre bei knapp sieben Millionen Euro. „Das“, erklärt Steinberg, „wäre eine Verdoppelung unserer bisherigen Investitionsschulden, die innerhalb der vergangenen 20 Jahre entstanden sind.“

Bisher seien alle Projekte nur isoliert betrachtet worden – auch hinsichtlich ihrer finanziellen Auswirkungen. Bereits jetzt könne der Ergebnishaushalt nicht ausgeglichen werden, wobei in Jahren mit solch guten Steuereinnahmen die aufgelaufenen Fehlbeträge ausgeglichen werden müssten.

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Die Konsequenz in der Sicht der Gemeindeverwaltung: Jede Investition müsse daraufhin genau geprüft werden, in welcher Höhe daraus Folgekosten resultieren. Bei zusätzlichen Kosten, die langfristig und kontinuierlich den Ergebnishaushalt belasten, müssten in gleicher Höhe andere Kosten reduziert oder entsprechende Einnahmen generiert werden.

Daher hat die Verwaltung diese Projekte auf den Prüfstand gestellt:

  • Bau des Familienzentrums mit Kinder- und Jugendbüro.
  • Aufstellung eines neuen Containers für das Kinder- und Jugendbüro.
  • Neubau eines Hortes

Zu diesen Vorhaben schlägt die Gemeinde vor, die Investitionskosten für das Familienzentrum einschließlich Inventar auf drei Millionen Euro zu deckeln. Diese Summe soll dem Planungsbüro als Limit gesetzt werden. Außerdem soll das Gebäude Am Plan 3 nicht verkauft, sondern das Kinder- und Jugendbüro dort belassen werden. Dazu soll das Gebäude für 600000 Euro saniert werden. Im Gegenzug fallen die Räume für das Kinder- und Jugendbüro im Familienzentrum weg.

Zudem will die Gemeinde die Volkshochschule dazu bringen, sich auf eine Nutzungsdauer der Räume von 15 bis 20 Jahren einzulassen. Die VHS soll nach den Vorstellungen der Gemeindeverwaltung auch die Betriebsführung des Familienzentrums übernehmen. Und zuletzt soll der Hort an der Heinrich-Grupe-Schule auf 2,5 statt drei Gruppen zugeschnitten werden. Das macht eine Verkleinerung des Baus möglich.