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Rosdorf Politiker lehnen Suedlink-Trasse nicht generell ab
Die Region Rosdorf Politiker lehnen Suedlink-Trasse nicht generell ab
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10:00 05.06.2019
Der Bauausschuss des Rosdorfer Gemeinderates hat die Stellungnahme der Gemeinde zur geplanten Suedlink-Trasse ergänzt. Quelle: dpa
Rosdorf

Als zu scharf formuliert haben die Mitglieder des Bauausschusses die Resolution des Gemeinderates Rosdorf gegen die geplante Stromtrasse Suedlink eingestuft. Die Ausschussmitglieder haben die Stellungnahme in einer Sitzung am Montag nun erneut diskutiert und ergänzt.

„Im Gemeinderat ist es seinerzeit relativ eindeutig gewesen, dass sich die Gemeinde gegen den Trassenverlauf ausspricht“, sagt der Vorsitzende des Bauausschusses Christian Frölich (CDU). Der Ausschuss habe die Problematik noch einmal differenzierter debattiert. „Wenn wir alle die Energiewende wollen, können wir so etwas nicht von vornherein ausschließen.“

Der Ausschuss hätte die Formulierungen entschärfen wollen, sodass die Gründe für die Ablehnung der Trasse noch einmal überprüft würden. „Es wurde nur in zwei Worten geändert“, sagt Karsten Rindermann von der Bauleitplanung der Gemeinde: Einerseits solle mehr Abstand zu Rosdorfer Wohngebieten eingehalten werden. Andererseits solle auch Rücksicht auf sogenannte FFH-Gebiete, also geschützte Flora-und-Fauna-Habitate, genommen werden.

Trasse generell notwendig

 „Wir fordern einfach, dass die Punkte noch einmal geprüft werden“, sagt Frölich. Für die Bürger müsse auch ersichtlich sein, warum ein Bau der Trasse zum Beispiel in Thüringen nicht möglich sei. Einig seien sich die Politiker jedoch, dass eine Höchstspannungsleitung generell notwendig ist, ergänzt Rindermann.

Der Gemeinderat hatte bereits Mitte Mai eine Resolution der Ratsfraktionen von SPD, GuT und der CDU/FDP-Gruppe gegen die geplante Suedlink-Trasse verfasst und mehrheitlich beschlossen. Darin heißt es, dass sich die Gemeinde entschieden gegen die geplante Höchstspannungsleitung ausspreche. Lediglich die Fraktion der Grünen stimmte dagegen.

Die Ergänzungen des Bauausschusses sollen nun in die Stellungnahme des Gemeinderats einfließen, sagt Frölich. Dann muss die Stellungnahme bei der Bundesfachplanung zur Höchstspannungsleitung Suedlink eingereicht werden.

Von Norma Jean Levin

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