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Rosdorf Fast 1500 Menschen feiern auf der Rosdorfer Kirmes
Die Region Rosdorf Fast 1500 Menschen feiern auf der Rosdorfer Kirmes
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15:38 11.09.2019
Die Nachwuchshandballerinnen der HG Rosdorf-Grone schmückten einen von insgesamt acht Festwagen, die am Rosdorfer Kirmesumzug teilnahmen. Quelle: Jan Bergolte
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Rosdorf

Wenn Schlagerstars auf der Bühne stehen, Besucher in Lederhosen über die Festwiese laufen und am Freitagabend zum zünftigen Haxenessen ins Festzelt geladen wird, dann ist Kirmes in Rosdorf. Genauer, es ist Zelt-Gaudi. Unter dieses Motto hatte das Organisationsteam des Feuerwehrvereins die diesjährigen Partytage gestellt.

„Wir wollten etwas anderes probieren, mehr als die traditionelle Kirmes. Es sollte eher ein Volksfest werden. Alles ein bisschen rustikaler“, erzählt Mitorganisatorin Claudia Hasert. Und das Konzept scheint den Rosdorfern gefallen zu haben. Mit insgesamt rund 1350 Besuchern waren der Festplatz am Freibad und das Zelt an allen drei Tagen gut besucht. Und das trotz großer Konkurrenzveranstaltungen in Groß Schneen und Duderstadt.

Double von DJ Ötzi und Helene Fischer auf der Bühne

Während beim dortigen Eichsfeld-Festival Peter Maffay und Johannes Oerding auf der Bühne standen, hatten die Rosdorfer niemand Geringeres als DJ Ötzi und Helene Fischer aufzubieten. Oder zumindest deren Double. Die Masse tobte auch hier. „Deutsche Musik funktioniert heute wieder“, freut sich Hasert. Nicht zuletzt, weil dabei nicht nur getanzt, sondern auch laut mitgesungen werden kann.

Im Vorfeld hatte sich die Partymeute beim Haxenessen gestärkt. Hier waren die Veranstalter lediglich von der Spontanität der Besucher etwas überrascht. „Wir hätten uns für die bessere Planbarkeit gewünscht, dass mehr Leute den Vorverkauf genutzt hätten“, bilanziert Hasert. Funktioniert hat es aber auch so.

Rund 1350 Besucher kamen zur Rosdorfer Kirmes. Veranstaltet wurde das Volksfest vom Feuerwehrverein Rosdorf. Rund 600 Teilnehmer liefen beim Kirmesumzug am Sonnabend durch den Ort.

600 Teilnehmer beim Kirmesumzug

Am Sonnabendnachmittag ging es dann mit dem traditionellen Umzug weiter, der rund 600 Teilnehmer zählte, die sich auf 29 Gruppen, darunter acht Festwagen, verteilten. Die Organisatoren mussten wegen der derzeitigen Baustellen im Ort von der gewohnten Route abweichen, aber auch das stellte das Team vor keine größeren Probleme. Zahlreiche Vereine und Organisationen aus Rosdorf und Umgebung schickten ihre bunten Fußgruppen oder Wagen auf den Rundkurs.

Bei der anschließenden Bewertung durch die Jury siegte der Festwagen des Kindergartens Ulmenstraße, der die Waldbrände im Amazonas-Regenwald thematisierte. „Wenn die grüne Lunge nicht mehr atmen kann, halten auch wir bald den Atem an“, stand auf einem Transparent. Insgesamt verteilte die Jury ein Preisgeld in Höhe von 1200 Euro.

Als am Abend die Partyband El Trinkos in Tracht auf der Bühne stand, und man sich am Sonntagmorgen mit zünftigem Frühstück wiederbeleben konnte, fühlte sich der geneigte Kirmesbesucher automatisch etliche Kilometer weiter in Richtung Süddeutschland versetzt. Gegen das Etikett Oktoberfest wehren sich die Rosdorfer allerdings. Das machen schließlich alle. Und in Rosdorf sollte es in diesem Jahr schließlich etwas Besonderes sein.

Wunsch nach Kirmesverein

Einen Wunsch hat Hasert am Ende auch noch: „Es wäre toll, wenn wir in Rosdorf einen Kirmesverein hätten.“ Derzeit wechseln sich die Vereine mit der Ausrichtung der Kirmes jährlich ab. Die Konzepte in anderen Dörfern sind für sie der Beweis, dass es Vorteile hat, wenn die Organisation aus einer Hand kommt. Kaum ist die Zeltgaudi beendet, geht der Blick also schon wieder nach vorn. Nach der Kirmes ist eben vor der Kirmes.

Von Markus Scharf und Filip Donth

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