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Rosdorf Familienzentrum beschäftigt Politik weiter
Die Region Rosdorf Familienzentrum beschäftigt Politik weiter
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18:02 05.09.2019
In der ehemaligen Anne-Frank-Schule entsteht derzeit das Rosdorfer Familienzentrum. Quelle: Vetter
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Rosdorf

Seit 2016 bekannt wurde, dass das Gelände der Anne-Frank-Schule nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden soll, liegen konkrete Pläne für ein Familienzentrum auf dem Tisch. Unumstritten waren sie schon damals nicht. Die Kalkulation von drei Millionen seien unrealistisch, der Standort ungeeignet, die Räumlichkeiten nicht familiär genug.

Dennoch stellte Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD)im April 2017 der Öffentlichkeit die Entwürfe des Architektenbüros Brune+Brune vor, ein halbes Jahr später beschloss der Rat den Bau mit den Stimmen der SPD. Die Wählergruppe GuT und andere Ratsmitglieder blieben bei ihrer Kritik am größten Bauprojekt, das die Gemeinde in den letzten Jahren zu stemmen hatte. Zwar war man nicht grundsätzlich gegen ein Familienzentrum. Doch fürchtete man, die Gemeinde könnte sich trotz der Landesförderung von 1,7 Millionen Euro finanziell übernehmen. Von den Folgekosten gar nicht zu reden.

„Das Beste draus machen“

Seit der symbolische Grundstein seit Anfang August im Boden liegt, lasse sich das Rad nicht mehr zurückdrehen, so heißt es in einem Schreiben an den Bürgermeister, das GuT-Fraktionschef Dieter Eikenberg unterschrieben hat. „Nun müssen wir alle das Beste aus dem entstehenden Familienzentrum machen.“ Um das zu erreichen, hat er die Verwaltung mit einem Fragenkatalog versorgt. Im Rahmen der kommenden Ratssitzung am Montag, 9. September, wolle man über den aktuellen Stand informiert werden.

Wie viele Räume werden zur Verfügung stehen? Wer übernimmt die Verwaltung der Räumlichkeiten? Wie wird die Farbgestaltung aussehen? Wie sollen die verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen in das Zentrum eingebunden werden? Und wann wird die Öffentlichkeit endlich wieder in die Planungen einbezogen? Dies sind nur einige der knapp 30 Fragen, die Eikenberg und mit ihm „verschiedene Bürger der Gemeinde“ beschäftigen.

Kostenrahmen steht

„Ich werde die Fragen alle beantworten“, kündigt Steinberg an. „Aber vielleicht werden den Fragestellern nicht alle Antworten gefallen.“ Vieles sei in der Vergangenheit bereits beantwortet worden oder sogar Bestandteil der ursprünglichen Pläne gewesen, die Politik und Öffentlichkeit zugänglich seien.

Einige Information gibt Steinberg schon vor der Sitzung preis. Der Kostenrahmen steht, die Gewerke sind ausgeschrieben. Trotz leichter Verzögerungen geht er auch noch immer von einer Eröffnung im Herbst 2020 aus. Anfang kommenden Jahres soll die Zusammensetzung der Mieterschaft und der Kooperationspartner bekannt gegeben werden. Außerdem liegen auf seinem Schreibtisch aktuell knapp 30 Bewerbungen auf die vom Landkreis geförderte Stelle für die stellvertretende Hausleitung.

Die Sitzung des Gemeinderats beginnt am Montag, 9. September, um 19 Uhr im Saal des Gemeindezentrums, Am Plan 1.

Von Markus Scharf

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