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Rosdorf Gefährliche Hundeköder: Tierschützer setzen Belohnung aus
Die Region Rosdorf Gefährliche Hundeköder: Tierschützer setzen Belohnung aus
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13:50 18.12.2018
Präparierte Köder sind eine große Gefahr (Symbolbild). Quelle: r
Lemshausen

Ein bislang unbekannter Täter hatte an der Straße „An der Brücke“ in Lemshausen mehrere mit einer unbekannten Substanz oder Rasierklingen präparierte Wurstscheiben ausgelegt. Die Köder seien so präpariert gewesen, dass die Rasierklingen bei dem Verzehr Verletzungen der Tiere hätten verursachen können, teilte die Polizei mit.

Mit welchen Substanzen die Wurstscheiben versetzt waren, ist derzeit unbekannt. Auch wer die Fleischköder ausgelegt hat, wann genau das geschah und warum sei bislang ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nimmt sie unter Telefon 0551/4912115 entgegen.

Peta setzt 500 Euro Belohnung aus

„Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt Peta nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym“, so die Tierrechtsorganisation.

„Der Unbekannte, der die gefährlichen Köder in Rosdorf-Lemshausen ausgelegt hat, muss sofort gestoppt werden, bevor Vierbeiner verletzt oder getötet werden“, so Judith Pein von Peta. Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und könne mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Bestehe der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gefressen hat, müsse umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, erklärte die Tierrechtsorganisation. Es bestehe Lebensgefahr. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge dürften nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen drohe. Sei das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Von Andreas Fuhrmann

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