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Rosdorf Saisonstart bei Blitz und Donner
Die Region Rosdorf Saisonstart bei Blitz und Donner
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20:57 30.05.2017
Von Markus Scharf
Quelle: Wenzel
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Niedernjesa

Auf der Tafel am Badesteg sind die aktuellen Temperaturen abzulesen: 25 Grad Außentemperatur. 26 Grad im Wasser.

"Wir sind mit der Eröffnung ein bisschen spät dran", gestand Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs den zur feierlichen Eröffnung erschienenen wetterfesten Gästen. Wahre Menschenströme seien es bereits am Himmelfahrtstag gewesen. Trotz mittlerweile recht geringer Tiefe von maximal zwei Metern hat der Stausee auch ohne den rollenden Kiosk am Ufer scheinbar nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Dabei wolle man keinesfalls als Konkurrenz zu den Freibädern der Umgebung gesehen werden. Vielmehr als idyllische Ergänzung.

DLRG wacht über die Badenden

Und damit die Idylle nicht gestört wird, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Dirk Piper, Geschäftsführer des Zweckverbands Wendebachstausee, hatte dazu einige gute Nachrichten. Zum einen sei die Wasserqualität über das ganze Jahr hervorragend gewesen. Das Ergebnis der 16 entnommenen Proben ist als Wertung im Badeatlas nachzulesen. Und auch für die Sicherheit im Wasser ist weiterhin gesorgt. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) will 2017 wieder über die Badenden wachen. Zumindest an den Wochenenden werden zwei bis drei Ehrenamtlich vor Ort sein, verspricht Rolf Nietzold. Wenn es klappt, werde man an weiteren Wochentage das Häuschen am Stausee besetzen.

Auch mit der Polizei habe es im Vorfeld Gespräche gegeben. Er habe die Zusage erhalten, dass die Streifen künftig verstärkt das Gelände kontrollieren. In der Vergangenheit sei es immer wieder zu Vandalismus gekommen. Es gebe außerdem immer noch große Probleme mit wild abgeladenem Abfall, erklärte Piper. Umso erfreulicher sei das Engagement vieler Akteure für den "Wendebachstausee 2.0". So konnte der Spielplatz, ein kleines Hüttendorf am Rande des Sees, mit Schülern der Carl-Friedrich-Gauss-Schule neu gestaltet werden.

Rückhaltebecken und Wildschweine

Passend zum schließlich vollständig verdüsterten Himmel berichtete Piper noch davon, dass die Feuerwehr im vergangenen Winter eine Leiche aus dem See bergen musste. Ein Wildschwein hatte sein Gewicht unter- und die Eisdecke überschätzt und war eingebrochen. Bei der Schmelze kam jede Hilfe zu spät.

Und bevor am Dienstag der lang erwartete Platzregen über dem Stausee niederging, wagte Piper noch einen Ausblick auf das kommende Jahr. Bis dahin soll ein Rückhaltebecken gebaut werden, um die Sedimente aus dem Stausee herauszuhalten. Zwei Varianten werden hier aktuell geprüft. So dürfte auf mittlere Sicht auch die geringe Wassertiefe am Wendebachstausee bald kein Problem mehr sein.