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Rosdorf Windpark bei Volkerode nimmt Formen an
Die Region Rosdorf Windpark bei Volkerode nimmt Formen an
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16:00 28.02.2019
Nach den vorbereitenden Arbeiten und dem Gießen der Fundamente sollen zunächst vier Windräder ab Mitte März im Windpark Mariengarten installiert werden. Quelle: Thomas Meder
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Dramfeld

Lange Zeit tat sich wenig im geplanten Windpark Mariengarten / Volkerode. Doch nun kann alles ganz schnell gehen: In Sichtweite des Autobahndreiecks Drammetal und der A 7 entstehen derzeit die Fundamente für zunächst vier knapp 207 Meter hohe Windräder. Ein fünftes soll später noch dazukommen.

„Wir hätten dort gern früher angefangen, aber wir mussten zunächst die archäologischen Untersuchungen abwarten, die im April 2018 begonnen haben und den Sommer über liefen“, berichtet Nils Niescken, Geschäftsführer des Investors NWind aus Hannover. Die Genehmigung für die Errichtung und Inbetriebnahme von vier Windenergieanlagen hatte der hierfür zuständige Landkreis Göttingen bereits am 11. Dezember 2017 erteilt, wie Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann bestätigt. Für eine fünfte Anlage laufe derzeit noch das Genehmigungsverfahren. Gegen die bisher erfolgte Teilgenehmigung seien beim Landkreis „keinerlei Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern oder Widersprüche von dritter Seite“ eingegangen, so Lottmann.

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„Beitrag zur Energiewende geleistet“

Auch Sören Steinberg (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf, spricht von einem vergleichsweise reibungslosen Ablauf des bisherigen Verfahrens für den Windpark Mariengarten / Volkerode. Zwar seien zum Änderungsverfahren für den Flächennutzungsplan etwa 20 Einwendungen eingegangen, allerdings sei es hier um eher spezielle Fragen wie etwa zur Nachtbefeuerung der Anlagen gegangen.

Zunächst vier Windräder sollen in Sichtweite der Autobahn 7 entstehen. Quelle: Thomas Meder

Grundsätzliche Probleme gebe es hier nicht; alle Vorgaben – etwa zum Umweltschutz oder im Hinblick auf den Mindestabstand von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung – würden eingehalten. Anwohner seien früh ins Boot geholt, Entscheidungen in der Politik einstimmig oder mit breiter Mehrheit getroffen worden. „Ohnehin ist es ja so, dass der Windpark sich im Bereich der vorgesehenen Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen befindet“, beschreibt Steinberg. Die öffentliche Auslegung werde hierzu in Kürze erfolgen, bis Jahresende könnten die Flächen dann offiziell ausgewiesen sein. „In der Gemeinde Rosdorf haben wir mit der Biogasanlage und dem neuen Windpark dann unseren Beitrag zur Energiewende geleistet“, betont der Bürgermeister.

Aufbau-Arbeiten beginnen Mitte März

Bereits Anfang März 2016 hatte die NWind GmbH den Landkreis Göttingen schriftlich über die Planungen für den Windpark in der Gemarkung Mariengarten informiert; noch im selben Jahr wurde der immissionsschutzrechtliche Antrag für die Errichtung der Windenergieanlagen eingereicht. Dass nun deutlich Bewegung in die Bauarbeiten kommt, freut Niescken: „Ein Fundament ist bereits gegossen, jetzt beginnen die Arbeiten an den drei anderen Fundamenten“, erklärt der NWind-Geschäftsführer.

Hinweisschild an der Zufahrt zum neuen Windpark Mariengarten zwischen Dramfeld und Volkerode. Quelle: Markus Riese

Auch beim Wegebau werde derzeit noch ein wenig „nachgearbeitet“. Läuft nun alles weiter nach Plan, soll in der der elften Kalenderwoche – also ab Mitte März – mit den Aufbau-Arbeiten der Anlagen begonnen werden. Die Fertigstellung sei nach dem jetzigen Zeitplan für August oder September vorgesehen. Gebaut werden vier Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 mit einer Gesamtleistung von zwölf Megawatt. Jedes der vier Windräder wird eine Nabenhöhe von 149 Metern aufweisen und eine Gesamthöhe von 206,83 Meter erreichen. Die Rotoren haben einen Durchmesser von 115 Metern.

Bewegung auch im Windpark Jühnde?

Auch in den ganz in der Nähe geplanten Windpark Jühnde, den ebenfalls NWind bauen und betreiben will, könnte laut Niescken in den kommenden Wochen Bewegung kommen: „Das formale Verfahren wird im Frühjahr neu angestoßen“, deutet er an. Das Verwaltungsgericht Göttingen hatte im März 2018 entschieden, dass der Windpark Jühnde trotz bereits 2016 erteilter Baugenehmigung zunächst nicht weiter gebaut werden darf, weil der Widerspruch eines Umweltverbandes gegen das Projekt aufschiebende Wirkung habe. Hintergrund sei ein „formaler Fehler des Landkreises“ gewesen, so Niescken.

Von Markus Riese

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