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Aktuelles Zuwachs bei den jungen Wilden
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12:23 19.08.2013
Aggressiv: Der A 45 AMG gibt sich keinerlei Mühe, die Leistung zu verbergen, die in ihm steckt. Quelle: Daimler AG - Mercedes-Benz Cars
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Hannover

Sie sind die Halbstarken im Segment der Premium-Kompaktwagen: die auf Leistung und Fahrdynamik getrimmten sportlichen Versionen eigentlich ganz bodenständiger Großserienmodelle. Jüngstes Mitglied dieser lautstarken Clique ist der A 45 AMG von Mercedes-Benz. Mit der eigentlichen A-Klasse hat die AMG-Version nicht mehr allzu viel gemein: Der Vorderradantrieb wurde durch einen hinterachslastigen Allradantrieb ersetzt, außerdem wird der Wagen vom stärksten Vierzylinder angetrieben, der jemals in ein Serienauto eingebaut wurde. 265 kW/360 PS aus zwei Litern Hubraum und ein Drehmoment von 450 Newtonmetern sind eine Ansage an die Konkurrenz, die ja auch nicht gerade schwächelt.

„Mit 181 PS pro Liter Hubraum bewegen wir uns auf dem Niveau von Supersportwagen“, sagt AMG-Entwicklungschef Tobias Moers nicht ohne Stolz. Um diese Leistung adäquat auf die Straße zu bringen, verfügt das Auto über ein Sieben-Gang-Sportgetriebe, ein modifiziertes Fahrwerk und eine Bremsanlage, die so brutal zupackt, dass man Angst hat, durch die Frontscheibe gepresst zu werden, wenn einen die roten Sicherheitsgurte nicht auf dem Sitz halten würden.

Motor hält extremen Belastungen stand

360 PS, die aus einer kleinen Maschine herausgekitzelt werden, haben natürlich Konsequenzen: „Selbstverständlich haben wir uns die Frage der Haltbarkeit gestellt. So ein Motor läuft ja viel häufiger unter Volllast als ein Achtzylinder“, räumt Moers ein, das die Konzeption einer solchen Maschine nicht ganz unproblematisch ist. Deshalb wurde der kleinste Wagen im Portfolio des Mercedes-Tuners AMG den Belastungstests von Mercedes unterworfen, die Kolben werden von einer geschmiedeten Stahlkurbelwelle angetrieben, und auch sonst ist beim Antrieb alles vom Feinsten. „Der Motor hält“, resümiert Moers.

In 4,6 Sekunden auf 100 km/h

Damit der aufgeladene Vierzylinder klangtechnisch nicht schwachbrüstig klingt, haben Soundexperten in einem Tonstudio eine Sportabgasanlage mit einer automatischen Abgasklappe kreiert, die dafür sorgt, dass diese A-Klasse sofort auffällt, sobald der Fahrer aufs Gaspedal tritt. Und der kann sich über eine ausgesprochen dynamische Leistungsentwicklung freuen: Das Auto sprintet in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, ist elektronisch begrenzt 250 Stundenkilometer schnell und verbraucht dabei durchschnittlich 6,9 bis 7,1 Liter Super ­- das allerdings nur auf dem Prüfstand, in der freien Wildbahn dürfte sich der kleine Gernegroß den einen oder anderen Liter zusätzlich genehmigen.

Neue Zielgruppen im Visier

Dass der Fahrspaß riesig ist, konnten wir auf der neuen Rennstrecke am Bilster Berg ausprobieren: Dort ging der AMG ultraknackig durch die Kurven - eben eine echte Rennsemmel. Für AMG hat die aufgemotzte A-Klasse eine fast schon historische Bedeutung: Man mischt jetzt nicht nur bei den Vierzylindern mit, sondern öffnet das exklusive Angebot auch nach unten. Denn für einen Grundpreis von 49.682 Euro bekam man noch nie einen von AMG getunten Mercedes. Zumindest nicht als Neuwagen. Mit diesem Auto will man in Affalterbach ganz neue Zielgruppen gewinnen: 30- bis 40-jährige Menschen, die ein Auto fahren wollen, das im Alltag funktioniert und mit dem man es nebenbei auch mal richtig krachen lassen kann.

Weitere „junge Wilde“ Autos

BMW

Das BMW-Angebot bei den jungen Wilden heißt M135i und ist mit einem Einstiegspreis von 39 850 Euro deutlich günstiger als der A45 AMG.

Für das Geld bekommt man einen 320 PS starken Sechszylindermotor, der BMW-typisch die Hinterräder antreibt. Das Drehmoment beträgt 450 Newtonmeter. Beim Spurt von 0 auf 100 km/h ist der kleine BMW mit 4,9 Sekunden nur unwesentlich langsamer als der A45 AMG. Wer den Allradantrieb xDrive möchte, muss 44 000 Euro hinblättern.

Audi

Audi führt im Segment der kompakten Sportler gleich zwei Fahrzeuge im Angebot: den S3 und den RS3.Der kleinere Motor im S3 leistet 300 PS, was den Wagen in 4,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 bringt.

Der 340 PS starke Fünfzylinder-Turbo im RS3 ist mit 4,6 Sekunden zwei Zehntel schneller. Die lässt sich Audi mit einem Basispreis von 49 900 Euro fürstlich entlohnen. Der S3, der schon richtig Spaß macht, ist da ab 38 900 Euro geradezu ein Schnäppchen. Beide Fahrzeuge haben Allradantrieb.

Gerd Piper

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