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Aktuelles Der Insignia auf fremden Wegen
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10:00 21.10.2013
Opel Insignia Country Tourer: Die Allradversion sieht nicht nur gut aus, sie fährt sich auch so. Quelle: Axel Wierdemann
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Rüssselsheim

Opel will mehr: Die Rüsselsheimer haben ihr Flaggschiff Insignia komplett überarbeitet und neben Limousine, Fließheck und Kombi mit dem neuen Country Tourer eine Allradversion für leichtes Gelände auf die Räder gestellt. Der Mittelklassewagen, der sich seit seinem Marktstart vor fünf Jahren rund 600.000-mal verkauft hat, ist nach dem VW Passat das erfolgreichste Fahrzeug im sogenannten D-Segment, ­ Premiummarken wie Mercedes, BMW oder Audi einmal ausgenommen. Damit es so weitergeht, wurde der Insignia, der Ende des Monats ab 24.130 Euro auf den Markt kommt, kräftig aufgepeppt: Neue, moderne Triebwerke und ein Infotainmentsystem, das kaum noch Wünsche offenlässt, sollen das Auto fit für die nächsten Jahre machen.

Was sich am Insignia alles verändert hat, lässt sich von außen kaum erkennen. Lediglich kleine Retuschen an Front und Heck sollen den Auftritt des Fahrzeugs etwas sportlicher machen. Die technisch vielleicht wichtigste Veränderung hat bei den Stufenheck- und Fließheckversionen auf der Kofferraumklappe stattgefunden. Dort ist jetzt der Heckspoiler integriert, was wichtig für die Abrisskante des Windstroms ist. Mit einem cW-Wert von unter 0,25 ist die Fließheckvariante das aktuell windschlüpfigste Fahrzeug seiner Klasse weltweit.

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Große Veränderungen im Innenraum

Im Innenraum fallen die Veränderungen dann sofort ins Auge: Hier wurde kräftig aufgeräumt, Instrumententräger und Mittelkonsole sind völlig neu gestaltet. Ganz offensichtlich hat Opel aus den Sünden der Vergangenheit gelernt, denn die vielen Drehschalter und Drucktasten sind einem erstaunlich schlichten Instrumentarium gewichen. Von nun an können Klimaanlage und Infotainmentsystem schnell und einfach bedient werden. Zu Letzterem führen gleich vier Wege: Sprachsteuerung, der acht Zoll große Touchscreen, Tasten am Lenkrad sowie ein Touchpad, über das man per Fingerwisch alle wichtigen Funktionen wie Radiosender, Navigationssystem, Smartphone-Verbindung oder Musikarchiv ansteuern lassen. Das System lässt sich außerdem individualisieren, bis zu 60 Favoriten können je nach Geschmack und Neigung hinterlegt werden. Hier ist Opel absolut auf Augenhöhe mit den Premiumherstellern.

Ebenfalls neu ist das teilweise digitalisierte Zentralinstrument, über das neben den üblichen Informationen wie Geschwindigkeit, Drehzahl oder Tankinhalt auch Details zur Navigation oder andere Daten ins Blickfeld des Fahrers gerückt werden können.

Neue Assistenzsysteme und Motoren

Für mehr Fahrsicherheit sind ab sofort auch neue Assistenzsysteme im Angebot: Der adaptive Geschwindigkeitsregler hält immer einen vorher definierten Sicherheitsabstand und bremst in Verbindung mit der Automatik im Ernstfall bis zum Stillstand ab, Kollisionswarner, Spurwechsel-Assistent sowie ein adaptives Fernlicht sind ebenfalls zu haben.

Auch bei den Motoren gibt es Neues: Neben dem 1,4-Liter-Einstiegsbenziner mit 103 kW/140 PS und dem großen 2,0- Liter-Biturbo-Diesel, der 143 kW/195 PS leistet, gibt es künftig einen neuen 2,0- Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen: 88 kW/120 PS sowie 103 kW/140 PS. Das Besondere: Die Maschinen begnügen sich jeweils mit durchschnittlich nur 3,7 Liter auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstoß von 99 g/km entspricht. Ergänzt wird das Dieselprogramm von einem weiteren 2,0-Liter-Turbodiesel mit 120 kW/163 PS.

Dazu kommen zwei Turbo-Direkteinspritzer, die aus 1,6 bzw. 2,0-Litern Hubraum 125 kW/175 PS sowie 184 kW/250 PS schöpfen. Diese beiden Benziner gehören zum neuen Motorenprogramm, mit dem die Rüsselsheimer ihre Modellpalette modernisieren wollen. Die obere Leistungsspitze markiert weiterhin die OPC-Version, die jetzt auf 238 kW/325 PS kommt und den Insignia bis zu 270 km/h schnell macht.

Country Tourer als zuverlässiger Begleiter

Ein echtes Highlight ist der nagelneue Country Tourer, der Ende des Jahres in die Autohäuser kommt: Die Karosserie ist 20 Millimeter erhöht, Motor und Getriebe werden durch Stahlelemente geschützt, der adaptive Allradantrieb verteilt die Kraft bis zu 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.

Dieser Wagen ist also keine Mogelpackung, sondern dürfte ein zuverlässiger Begleiter für kleine Land- und Schlammpartien sein. Damit hat Opel ein Auto im Programm, das gegen den VW Alltrack oder den Audi A4 Allroad antritt. Wir sind die 184-kW/250-PS-Version mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe gefahren und waren ziemlich angetan: Der Motor schiebt den Wagen kraftvoll voran, das Auto liegt leicht und sicher in der Hand, lediglich der Verbrauch von durchschnittlich 8,4 Litern lässt sich beim Abrufen der Leistung nicht mehr halten. Insgesamt hat Opel mit dem neuen Insignia-Programm ein Paket geschnürt, das den Erfolg dieses Fahrzeugs fortsetzen dürfte.

Insignia Country Tourer

  • Motor: 1 Benziner (Leistung: 184 kW/250 PS) / 2 Diesel (Leistung: 120/143-163/195 kW/PS)
  • Max. Drehmoment: 350-400 Nm
  • CO2-Emission: 147-199 g/km
  • Beschleunigung (0–100 km/h): 7,9-11,4 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 200-235 km/h
  • Länge/Breite/Höhe: 4,92/1,86/1,53 m
  • Verbrauch: 8,1 Super, 5,6-6,6 Diesel
  • Kofferraum: 540-1530 l
  • Anhängelast: 2000-2100 KG
  • Preis: ab 36.990 Euro

+ Technisch hochwertiger Kombi in der Mittelklasse mit Allradantrieb

– der Verbrauch des Benziners wird bei Leistungsabruf zweistellig

Gerd Piper