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Aktuelles So fahren Sie sicherer beim Carsharing und im Taxi
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18:37 30.03.2020
Aktuell steigen Kunden besser immer hinten rechts ins Taxi ein. Quelle: Monika Skolimowska/dpa/dpa-tmn
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Berlin/München

Wie bleiben wir mobil in diesen Corona-Zeiten? Klar, mit ganz viel Abstand zueinander. Und wir gehen zu Fuß oder radeln. Doch was, wenn weitere Strecken nötig sind oder es körperliche Einschränkungen gibt?

Wer die öffentlichen Verkehrsmittel aktuell meiden möchte und kein eigenes Auto hat, nutzt vielleicht Carsharing oder ruft sich ein Taxi. Wie sich Kunden dabei derzeit am besten verhalten, erklären ADAC und der Bundesverband Carsharing (bcs).

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Was muss ich bei Taxifahrten in Zeiten von Corona beachten?

Wer regelmäßig etwa wegen einer chronischen Krankheit einen Arzt aufsuchen muss und die Adresse einer Praxis angibt, sollte das bereits bei der Bestellung des Taxis ansprechen. Und so darauf hinweisen, dass eben kein Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus bestehe, rät der ADAC.

Aktuell steigen Kunden - mit möglichst frisch und gründlich gewaschenen Händen - besser immer hinten rechts ins Taxi ein. Das erhöht den Abstand zur Person hinter dem Steuer maximal. Unterwegs geht es dann so schweigsam wie möglich zu - das schützt nicht nur Fahrgäste, sondern auch den Fahrer. Wer einen hat, kann auch einen Mundschutz aufsetzen.

Kann nicht besser auch der Fahrer eine Maske aufsetzen?

Fragen Sie ihn, ob er eine hat - aber ruhig und freundlich, rät der Autoclub.

Soll ich auf eine Münzrückgabe lieber verzichten?

Beim Bezahlen zücken Taxikunden aktuell besser die EC- oder Kreditkarte. Geht das nicht, verzichten sie auf die Münzrückgabe und billigen eher ein höheres Trinkgeld zu. Gründliches Händewaschen, so schnell das nach der Fahrt eben geht, schließt den kleinen Taxi-Knigge in Corona-Zeiten ab.

Welche Hygieneregeln gelten beim Carsharing?

Auch wer Carsharing nutzt, sollte die derzeit gültigen Hygieneregeln beachten, wie sie etwa Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geben, rät bcs-Geschäftsführer Gunnar Nehrke.

Ganz praktisch heißt das, sich vor und nach den Fahrten im Carsharing-Auto gründlich und mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Ergänzend zum besseren Schutz könnte man auch noch Einmalhandschuhe tragen. Fahrer sollten zudem stets vermeiden, sich mit den Händen an Mund, Augen oder Nase zu fassen, um die Möglichkeit einer Schmierinfektion zu verringern.

Um andere Nutzer besser zu schützen, niesen oder husten sie nur in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Die gebrauchten Papiere hinterlässt man aber nicht irgendwo im Auto, sondern entsorgt sie - ebenso wie die Handschuhe - außerhalb in einem Mülleimer.

Soll ich das Carsharing-Auto selbst desinfizieren?

Zu einer Desinfektion in Eigenregie rät der bcs nicht. Denn die Zahl der potenziell betroffenen Oberflächen im Fahrzeug sei deutlich höher, als man im ersten Moment denke, sagt Nehrke. "Neben Lenkrad und Schalthebel gehören beispielsweise auch alle Griffe, alle Bedienelemente inklusive Touchscreen, Rückspiegel, Tankdeckel, Sitzkanten und Hebel zur Sitzverstellung dazu", zählt er auf.

Für eine umfassende Desinfektion, die nicht nur ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugt, müsse man sich daher Zeit nehmen. Und man muss zudem die richtigen Mittel zur Hand haben.

So sei etwa Seifenlauge in der Lage, das Corona-Virus zu zerstören, beruft sich der bcs auf Aussagen von Virologen. Bei Desinfektionsmitteln sei es wichtig, dass diese explizit als "viruzid" gekennzeichnet seien. Wichtig für alle, die so eine Reinigung etwa beim eigenen Auto doch machen wollen: Sie sollten vorher prüfen, ob das verwendete Mittel empfindliche Oberflächen stark angreift.

Wie oft werden Carsharing Autos gereinigt?

Je häufiger die Fahrzeuge genutzt werden, desto öfter werden sie gereinigt, so der bcs. "Nach unserer Kenntnis werden Carsharing-Fahrzeuge im Schnitt einmal pro Woche gereinigt", sagt Gunnar Nehrke. Und momentan legten die Anbieter "einen besonderen Fokus auf die systematische Reinigung und Desinfektion der Fahrzeuginnenräume". Einige hätten auch die Reinigungsfrequenz erhöht. Doch nach jeder Nutzung sei das bei den weit im Stadtgebiet verteilten Fahrzeugen nicht möglich.

dpa

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