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10:28 07.10.2013
Der Suzuki SX4 S-Cross ist eine gelungene Bereicherung im Segment kleiner Sport Utility Vehicles. Quelle: Hersteller
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Hannover

Die Herausforderung der Automobilhersteller, in der heutigen Zeit noch eine Nische zu finden und neu zu besetzen, dürfte als nahezu unmöglich abgetan werden. Suzuki scheint dies mit dem ab sofort erhältlichen Kompakt-SUV SX4 S-Cross dennoch gelungen zu sein. Vom etwas biederen Image des Vorgängers, der als SX4 Classic weiterhin im Angebot bleibt, hebt sich der S-Cross nämlich wohltuend ab und bereichert das Segment der kleinen Geländegänger um eine sympathische Alternative.

Design für ein breites Publikum

Bereits mit dem ersten optischen Eindruck vermag der SX4 S-Cross den Betrachter für sich zu gewinnen. Die Front ist zwar deutlich weniger aggressiv als bei so manchem Mitbewerber, doch das muss ja keinesfalls negativ ausgelegt werden. Für ein Crossover-Modell fallen die Offroad-Applikationen zudem unaufdringlich aus, sodass der SX4 S-Cross ein breites Publikum ansprechen dürfte. Das Ambiente des Innenraums liefert allerdings einen Grund für Kritik. Das Hartplastik fällt sofort ins Auge, auch die Einfassung des Navigationsgerätes sieht nicht wirklich gelungen aus. Doch das war es auch schon. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet, die Bedienung der Instrumente gibt keinerlei Rätsel auf, zumal Suzuki ohnehin auf allzu viel Knöpfe und Schalter verzichtet. Weniger ist mehr – und das ist positiv. Lenkrad und Schalthebel liegen gut in der Hand.

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Drei verschiedene Ausstattungslinien

In der von uns gefahrenen höchsten der drei Ausstattungslinien Club, Comfort und Comfort+ verleihen die schwarzen Ledersitze mit abgesetzten weißen Nähten dem SX4 S-Cross einen Hauch von Luxus. Einzig die manuelle Verstellbarkeit des Fahrersitzes während der Fahrt ist misslungen. Zunächst bewegte sich die Rückenlehne nicht nach hinten, mit etwas mehr Nachdruck sauste sie dann quasi in Liegestuhlposition und zwang uns zum unfreiwilligen Zwischenstopp. Schwamm drüber. Wären wir nicht so ungeduldig neugierig auf die Fahreindrücke des SX4 S-Cross gewesen und hätten uns zuvor im Stand mehr Zeit gelassen, dann wäre dieses kleine Malheur auch nicht passiert.

Apropos Fahreindrücke: Zwei Motoren gibt es für den ab 19.490 Euro erhältlichen Crossover. Je einen 1,6-Liter-Benziner und -Diesel mit jeweils 88 kW/120 PS Leistung. Wir sind den Diesel gefahren und konnten feststellen, dass die 320 Newtonmeter des mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgerüsteten Vierzylinders für ausreichend Vortrieb sorgen. Der Benziner dagegen verfügt lediglich über 156 Newtonmeter. Im Gegensatz zum Diesel ist er wahlweise als Fünf-Gang-Schalter oder mit CVT-Automatikgetriebe erhältlich.

Aufpreispflichtig ist der Allradantrieb „Allgrip“ (1.700 Euro) mit vier Fahrmodi, der erst ab der mittleren Ausstattungslinie Comfort (ab 21.290 Euro) erhältlich ist. Auf der Fahrwerksseite hatten wir auf den kurvigen Bergstraßen Kataloniens nichts zu beanstanden. Der SX4 S-Cross ist komfortabel gedämpft und entschärfte dort so manch grobe Unebenheit. Einzig den angegebenen Normverbrauch von 4,2 Litern Diesel (110 g CO2/km) vermochten wir auf jener Strecke nicht zu erreichen.C

Comfort+ bietet ein umfangreiches Zubehörpaket

Die von uns gefahrene Topversion Comfort+ beginnt bei 25.090 Euro und hat zu diesem Preis ein umfangreiches Zubehörpaket an Bord: Rückfahrkamera, Navigationsgerät, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Leder, 17-Zoll-Alus und auch ein Glas-Panoramadach. Geschlossen liefert dieses auf einer Länge von einem Meter Sonne frei ins Auto. Geöffnet strömt Frischluft auf immerhin 56 Zentimetern Länge ins Fahrzeuginnere. Luft und Raum bietet der Kofferraum mit 430 Litern Lade- kapazität. Bei umgeklappten Sitzen passen immerhin 1.269 Liter Gepäck hinein und dürften das Lifestyle-Kriterium der Zielgruppe erfüllen, die Sportgeräte oder Ähnliches unterbringen möchte. Darüber hinaus will Suzuki junge, trendige Familien mit bis zu zwei Kindern für das Crossover-Modell begeistern.

Fazit: Der Suzuki SX4 S-Cross bietet in seinen drei Ausstattungslinien für jeden Anspruch ausreichend Möglichkeiten – und das zu akzeptablen Preisen. Einziges Manko ist die winzige Auswahl an Motoren.

Technische Daten

  • Motoren: 1 Benziner, 1 Diesel
  • Benziner: 88 kW/120 PS
  • Diesel: 88 kW/120 PS
  • Max. Drehmoment: 156-320 Nm
  • CO2-Emission: 110-130 g/km
  • Beschleunigung (0-100km/h): 11-13 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 170-180 km/h
  • Länge/Breite/Höhe: 4,30/1,77/1,58 m
  • Verbrauch: 5,4 l Super/4,2 l Diesel
  • Leergewicht: 1.160-1.380 kg
  • Anhängelast:1.200-1.500 kg
  • Preis: ab 19.490 Euro

Fazit:

+ niedriger Einstiegspreis, das Topmodell ist gut ausgestattet

– nur zwei Motoren, der Innenraum könnte gefälliger sein

Markus Beims