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Auto-Modelle und Fahrberichte Der Erste seiner Art
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00:49 07.11.2009
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Was ist dieses Auto denn nun? „Ganz klar: Ein abgespeckter 7er“, sagen die einen bei BMW. „Ganz klar: Ein 5er. Deshalb heißt er ja auch 5er Gran Turismo“, meinen die anderen. Klar ist nur eins: Einen BMW wie diesen hat es noch nie gegeben. Denn dieses Auto ist anders. Ganz anders. Auf der Suche nach etwas Neuem sind die Bayern dieses Mal im automobilen Niemandsland fündig geworden. Eine Kreuzung aus SUV, Kombi und Reiselimousine – das ist eine neue Nische. Deshalb heißt der Slogan passenderweise: der Erste seiner Art. Wobei man BMW wünschen möchte, dass der Erste nicht schon der Letzte seiner Art ist.

Mit Vorverurteilungen sollte man allerdings vorsichtig sein. Klassische Linien, die zu klassischen Linien wurden, weil sie sich über viele Jahre bewährt haben, zählen heute nicht mehr viel. Heute zählt das Neue. Und das hat BMW mit dem 5er GT ohne Zweifel kreiert: Das elegant geschwungene Dach eines Coupés geht in die stockgerade, hohe Seitenlinie eines SUV über, die abrupt in einem Stummelheck endet. Und das alles in den Ausmaßen eines ausgewachsenen Kombis.

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Nun haben sich die Konstrukteure etwas dabei gedacht, als sie dieses Auto entworfen haben. Sie wollten das Beste aus verschiedenen Welten in einem Fahrzeug vereinen: Erhöhte Sitzposition, viel Raumgefühl, Luxus, Sportlichkeit und Funktionalität – die Eier legende Wollmilchsau auf Rädern. Sie haben ihr Ziel erreicht. Denn tatsächlich besticht der 5er GT durch viele Details. Nur ein Schönheitspreis wird dem Wagen wohl verwehrt bleiben.

Radstand und die Wagenlänge von fünf Metern (na ja, zwei Millimeter fehlen) entsprechen mehr den Dimensionen eines 7ers. Und auch das Achtgang-Automatikgetriebe und die Vorderachse stammen aus der Luxusklasse. Die Hinterachse ist serienmäßig luftgefedert, was in der Kombination für Sportlichkeit und Komfort gleichermaßen sorgt. Im Innenraum gibt es die BMW-übliche gediegene Eleganz. Das Besondere dabei: Hinten können zwei Einzelsitze geordert werden, dann herrschen dort echte Businessclass-Verhältnisse. Auswölbungen im Dach sorgen zudem dafür, dass sich auch groß gewachsene Menschen nicht den Kopf stoßen.

Damit es hinten nicht zieht, wenn etwas aus- oder eingeladen werden muss, sind die Sitze durch eine Trennwand vom Kofferraum getrennt, was bei der zweigeteilten Heckklappe Sinn macht. Der Kofferraum selbst lässt sich von den mittelklassetypischen 440 Litern auf 1700 Liter erweitern – das hat noch kein Gran Turismo klassischen Zuschnitts geboten.

Auf der Motorseite stehen drei Maschinen zur Wahl: ein Sechszylinder Diesel, ein neuer Sechszylinder Bezindirekteinspritzer sowie ein 4,4-Liter Achtzylinder. Die Sechszylinder leisten 180 kW/245 PS (Diesel) und 225 kW/306 PS. Der Achtzylinder bringt es auf mächtige 300 kW/407 PS. Für sportlichen Vortrieb sorgen jedoch schon die beiden kleineren Maschinen.

Überhaupt ist das Fahrerlebnis die eigentliche Stärke des GT. Von den zwei Tonnen, die das Auto auf die Waage wuchtet, ist nichts zu spüren. Im Gegenteil: Geradezu leichtfüßig lässt sich der Wagen auch durch enge Kurven bewegen, viel Fahrwerkstechnik sorgt dafür, dass dabei nichts aus dem Gleichgewicht gerät.

Wer sich dann aus der umfangreichen Liste an Sonderausstattungen noch das große Panorama-Glasdach für 1700 Euro gönnt, für den geht dann beim Reisen tatsächlich die Sonne auf.

Von Gerd Piper

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