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Auto-Modelle und Fahrberichte Ein Springinsfeld aus Japan
Mehr Auto & Verkehr Auto-Modelle und Fahrberichte Ein Springinsfeld aus Japan
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06:00 21.11.2009
Quelle: Suzuki
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Glaubt man den Marktforschern, liegen kompakte Cross-over-Modelle im Trend. Und nahezu jeder Hersteller versichert, das Beste aus verschiedenen Welten im Angebot zu haben. Beim näheren Hinsehen fallen jedoch viele Produkte von vorneherein durchs Rost: zu teuer, zu groß, zu durstig. Oder einfach hässlich. Wir haben jetzt den SX4 des japanischen Klein- und Geländewagenspezialisten Suzuki getestet, der nach einer dreijährigen ersten Runde als Facelift neu auf den Markt gekommen ist. Denn das Datenblatt liest sich vielversprechend: klein, sparsam, sauber und günstig. Ein Auto also, das gegenwärtige Ansprüche zu erfüllen scheint.

Wer sparen will, muss den Diesel nehmen. Denn der soll im Vergleich zum Vorgänger um satte 28 Prozent sparsamer geworden sein und durchschnittlich nur noch 4,9 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen, was einem CO2-Ausstoß von 129 g/km entspricht. In der von uns gewählten Allradversion steigen die Werte allerdings auf 5,5 Liter und 143 Gramm CO2 je 100 gefahrene Kilometer. Die Leistung des von Fiat bezogenen Common-Rail-Direkteinspritzers mit Turboaufladung liegt bei 99 kW/135 PS. Das Drehmoment ist von 280 Nm bei 2000 U/min auf 320 bei 1500 U/min gestiegen. In der Praxis entpuppt sich die Maschine als echter kleiner Spaßmacher: Mit genügend Durchzugskraft kommt man auch aus dem Drehzahlkeller gut weg vom Fleck.

Und so geht es munter weiter durch die sechs geschalteten Gänge. Aber, ach: Leider haben wir die Herstellerangaben beim Verbrauch nicht mal annährend erreicht. Wir lagen immer deutlich über sechs Litern. Und: Die Maschine ist laut. Hier haben die Japaner ganz klar am Dämmmaterial gespart. Schade.

Der SX4 ist das erste Fahrzeug seiner Klasse, bei dem sich Allradantrieb, Sechsganggetriebe und Dieselmotor zu einem Gesamtpaket verbinden lassen. Der Fahrer kann zwischen den Modi „4WD-Auto“, „4WD-Lock“ oder „2WD“ wählen und diese auch während der Fahrt wechseln. Im „4WD-Auto“-Betrieb wird das Antriebsmoment anfangs nur an die Vorderrädern geleitet. Beginnt dort ein Rad durchzudrehen, wird über die Lamellenkupplung blitzschnell die Hinterachse zugeschaltet. Der „4WD-Lock“-Modus ist der permanente Allradantrieb, der bis 60 km/h aktiviert werden kann und dann zugunsten eines höheren Fahrkomforts automatisch in den „4WD-Auto“-Betrieb umschaltet. Dieser Modus macht den SX4 allerdings nicht zum Offroader, sorgt aber bei Nässe, Schnee oder Matsch für mehr Traktion, was bei entsprechenden Witterungsverhältnissen selbst in der Stadt für ein deutliches Plus an Sicherheit sorgt. Aber auch den Weg zum Strand oder eine Fahrt über Wiesen wird der SX4 so problemlos bewältigen.

Der Innenraum: Auch hier kann der SX4 punkten. Das Layout ist angenehm zurückhaltend, die Instrumente sind klar gegliedert, alles andere als überfrachtet und gut abzulesen. Der Materialmix macht einen soliden Eindruck. Dazu kommt die Serienausstattung, zu der unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, ein in der Höhe verstellbares Lenkrad, ein MP3-fähiges CD-Radio mit beleuchteter Lenkradbedienung sowie acht Lautsprecher und die Zentralverriegelung gehören. Aber wer hat bloß die Bedienung des Bordcomputers an die Armaturentafel verlegt? Dorthin, wo auch der Kilometerzähler auf null gestellt wird? Das ist nicht nur ärgerlich und höchst umständlich, sondern birgt während der Fahrt auch ein gewisses Risiko.

Der SX4 ist ein junges Auto, das aufgrund seiner kompakten Ausmaße und des intelligenten Antriebs ein Höchstmaß an Mobilität garantiert – ein richtiger kleiner Springinsfeld. Okay, das Auto ist etwas laut und nicht ganz so sparsam wie angegeben – aber bei einem Preis von 21 400 Euro geht das völlig in Ordnung.

Gerd Piper

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