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Aktuelles Listenpreise prüfen: Wert von Familien-Porzellan
Mehr Bauen & Wohnen Aktuelles Listenpreise prüfen: Wert von Familien-Porzellan
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11:42 19.07.2016
Wertvoll oder nicht? Einen ersten Hinweis gibt das Firmenzeichen an der Unterseite des Porzellans. Foto: Franziska Gabbert
Wertvoll oder nicht? Einen ersten Hinweis gibt das Firmenzeichen an der Unterseite des Porzellans. Foto: Franziska Gabbert
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Köln

Mutters gute Teller und Omas hübsche Kaffeetassen haben natürlich ideellen Wert. Aber sind sie auch ein finanzieller Schatz? Die Bewertung des Familien-Porzellans ist unter Umständen nicht einfach.

Sollte die Serie noch in Produktion sein, kann immerhin beim Fachhändler oder Hersteller direkt der Listenpreis für neue Teile abgefragt und dieser dann in Bezug zum Zustand gesetzt werden. Das erklärt Hermann Hutter vom Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur in Köln. Man darf dabei nicht unterschätzen, dass manches schon sehr alte Porzellan sich auf diese Weise noch bewerten lässt: "Es gibt etliche bekannte Dekore hochwertiger Porzellanproduzenten, die sehr alt sind und heute noch hergestellt werden", sagt Hutter.

Als Beispiel nennt er das Service Maria von Rosenthal, das 2016 seit genau 100 Jahren produziert wird. Auch Meissner Porzellan zum Beispiel habe alte Serien noch heute in Produktion, etwa das berühmte Zwiebelmuster. Solche Markenfirmen kennzeichnen ihre Stücke an der Unterseite mit einem Firmenzeichen.

Aber das sind bei altem Geschirr oft auch nur erste Hinweise. "Zum Teil können wirklich wertvolle Sachen sich im Familienerbe befinden", sagt Hutter. "Zum Teil können aber selbst Stücke von Markenfirmen eben nur so viel wert sein, wie der Käufer auf dem Flohmarkt dafür zahlt." Er rät daher bei Hinweisen, dass das Familienporzellan sehr alt und vielleicht auch dazu noch von einem Markenhersteller zu sein scheint, einen Antiquitätenhändler um Einschätzung zu bitten. "Oder man schaut zunächst in Internetplattformen, was für solche oder ähnliche Stücke geboten wird", empfiehlt der Experte für Haushaltswaren.

dpa