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10:46 28.06.2019
So sieht sie aus, die Idealvorstellung eines aufgeräumten Kleiderschranks - die Realität in den Wohnungen ist oft eine andere. Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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Mainz

Ein Kleiderschrank ist praktisch. Viel Platz schafft allerdings oft viel Unordnung. Spätestens wenn man beim Öffnen der Türen nur noch bunten Textilhaufen entgegenblickt, ist es Zeit zum Handeln.

Sabine Haag, Ordnungscoach und Bloggerin aus Mainz, hat dafür einige gute Tipps parat:

- Hochkant stapeln: Klar, Anzüge oder Kleider sollten immer gehängt werden. T-Shirts aber lassen sich relativ gut falten, am besten zu kleinen Päckchen. Haag: "Wenn man sie etwa auf A4-Größe zusammengelegt hat, faltet man sie noch einmal in der Mitte." Diese Textil-Päckchen werden nicht gestapelt, sondern senkrecht hintereinander in die Schublade hineingesteckt. "So sieht man alles von oben und wenn man Sachen herauszieht, verwackelt nicht gleich der gesamte Stapel."

- Schuhkartons für die Klamotten: Socken, Unterwäsche und etwa aufgerollte Gürtel lassen sich prima in Boxen sortieren. Schuhkartons sind dafür gut geeignet, so Haag. Und sie kosten einen nichts.

- Hängen, was geht: Trotz des Falt-Tricks beschreibt sich Haag als "großen Hänge-Fan". Ihre Devise lautet: Wenn es die Länge der Stange zulässt, sollten so viele Klamotten wie nur möglich auf Kleiderbügeln hängen. Das gehe viel schneller und einfacher als alle Faltmethoden, begründet sie. Und es sieht ordentlicher aus. Achtung: Einige Sachen sind nichts für die Stange. Baumwollpullover zum Beispiel könnten beim Aufhängen auf Dauer die Form verlieren. "Auch Kaschmir-Sachen würde ich eher vorsichtig aufbewahren."

- Alles in Reih und Glied: Wer seine Kleidung auf der Stange nach System anordnet, findet sich besser zurecht. "Ich mag es gerne, wenn es farblich sortiert ist", sagt Haag. Es gibt noch andere Varianten - zum Beispiel lassen sich die Sachen anlassbezogen aufhängen: Arbeit, Freizeit, Sport. Oder man ordnet die Stange nach Teilen und hängt Blazer, Hosen und Blusen gruppiert auf.

Oder man sortiert seine Teile nach Outfits. Dann hängen etwa der Business-Anzug und die Hemden, die man dazu kombinieren würde, auf der Stange nebeneinander. "So sieht man auf einem Blick morgens, was zusammen passt", erklärt Haag.

- Nicht zumüllen: Allzu oft denkt man: Das alte T-Shirt kann ich doch noch zum Schlafen anziehen, und die zerfledderte Hose kann ich gut gebrachen, wenn mal wieder Malerarbeiten anfallen. Stopp, denn so ein Denken nimmt rasch Überhand. "Da muss man hart sein", findet Haag. "Man kann ein oder zwei Teile für solche Gelegenheiten behalten. Der Rest fliegt weg." Sonst müllt der Kleiderschrank immer mehr zu.

dpa

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