Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Bauen & Wohnen Brennholz rechtzeitig besorgen
Mehr Bauen & Wohnen Brennholz rechtzeitig besorgen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:40 25.09.2012
Brennholz muss vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden.
Brennholz muss vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden. Quelle: by-studio/ fotolia.com
Anzeige
Hannover

Spätestens jetzt ist es Zeit, die Holzvorräte aufzustocken und richtig zu lagern.

Welches Holz ist zu empfehlen?

Ob Buche, Eiche, Esche, Kiefer, Kirsche oder Birke - grundsätzlich kann jedes unbehandelte Holz verfeuert werden. Entscheidend ist, dass das Holz eine Restfeuchte von etwa 20 Prozent aufweist. Ist das Holz zu feucht, geht ein großer Teil der Heizenergie dabei verloren, die Nässe auszutreiben. Zu trockenes Holz verliert an Brennwert. Weichhölzer wie Tanne oder Lärche gehen besonders schnell in Flammen auf, Harthölzer wie Buche oder Esche brennen vergleichsweise langsam ab. Eiche knistert stark, Kiefer riecht intensiv, und Birke sorgt für ein schönes Flammenbild.

Wo bekomme ich das Holz her?

Unter www.brennholz.com finden sich viele Angebote regionaler Händler. Zumeist wird ofenfertiges und sortenreines Scheitholz verkauft. Eine Alternative sind Holzbriketts aus gepressten Spänen. Wer den Aufwand nicht scheut, kann sich das Holz im Winter aus dem Wald holen, der in Niedersachsen vorwiegend dem Land und den Kommunen gehört oder sich in Privatbesitz befindet. In der Regel werden bereits gefällte Stämme versteigert oder verkauft, die am Wegesrandliegen und klein gesägt werden müssen. Dafür ist oftmals ein Motorsägeführerschein vorzuweisen. „Außerdem sollte die Ausrüstung, wie Schnittschutz-Helm, spezielle Hosen und Stiefel, vorhanden sein“, sagt Pressesprecher Dirk Strauch von den niedersächsischen Landesforsten. Er rät dringend dazu, niemals allein im Wald zu arbeiten, damit bei Unfällen Hilfe zur Stelle ist. Gehacktes Holz sollte nicht längere Zeit liegen gelassen werden, weil es oft geklaut wird.

Wie bereite ich Holz auf?

Brennholz macht sprichwörtlich dreimal warm: beim Sägen, beim Hacken und beim Heizen. Wer kein ofenfertiges Holz kauft, muss Zeit und Energie aufwenden. Zunächst sollte der Stamm - abhängig von der Größe der Feuerstätte - in Stücke von etwa 30 Zentimetern Länge gesägt werden. Anschließend sollte es rasch gespalten werden - am besten von unten nach oben, also von der Krone Richtung Wurzel. Dafür kann man eine Spaltaxt oder ein motorbetriebenes Spaltgerät verwenden. Auch kleinere Äste sollten geteilt werden, damit das Holz schneller trocknet.

Was kostet Brennholz?

Der Preis hängt von vielen Faktoren ab, vor allem aber vom Trocknungsgrad. Sofort verfeuerbares Buchenholz kostet aktuell durchschnittlich etwa 80 Euro pro Schüttraummeter. Gestapeltes Holz wird in Raummetern verkauft und liegt im Preis etwas höher. Die Anlieferung wird in der Regel zusätzlich berechnet. „Die reinen Produktionskosten liegen zurzeit bei mindestens 60 Euro pro Schüttraummeter“, so Klaus Egly vom Bundesverband Brennholzhandel und -produktion. Wer unbearbeitetes Holz im Wald kauft, zahlt zwar deutlich weniger. Zum Preis müssten allerdings die Kosten für die Ausrüstung sowie für Transporte hinzugerechnet werden, sagt Strauch.

Wie bewahre ich das Holz auf?

„Holz muss atmen können“, betont Egly. Zu Wänden und Böden muss einige Zentimeter Abstand bestehen, damit die Luft zirkulieren kann. Innenräume sind ungeeignet, weil das Holz von Schimmel und Pilzen befallen werden kann. Brennholz sollte vor Regen geschützt werden. Die Lagerungsdauer hängt vom Trocknungsgrad, von der Art des Holzes und der Verarbeitung ab: Frisch geschlagenes Weichholz kann mitunter schon nach wenigen Monaten verfeuert werden, Hartholz braucht bis zu drei Jahre zum Trocknen. Mit einem Holzfeuchtemesser kann der Feuchtegrad bestimmt werden.

Sebastian Hoff