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Bauen & Wohnen Verbraucherinformation ist das A und E
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12:16 19.08.2013
Wer ist Klassenbester? Die Einordnung von Leuchtmitteln wird differenzierter. Quelle: Tim Brakemeier
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Frankfurt/Main

Es ist ein wenig wie bei den Schulnoten: A entspricht einer Eins, B einer Zwei, und E steht schließlich für die schlechteste Note – Energieeffizienzklassen sollen Verbraucher über den Stromverbrauch von Leuchtmitteln informieren. Diese Klassen und das dazugehörige EU-Label werden bis zum 1. September überarbeitet - und im nächsten Frühjahr ausgeweitet auf die Leuchten, in denen Energiesparlampen und LEDs stecken. Hier wird es gleich mal kompliziert für den Verbraucher, weil er die Begriffe unterscheiden können muss, mit denen die Branche jongliert: Leuchte, Leuchtmittel und Lampe. Unter Lampen und Leuchtmittel verstehen die Hersteller das, was Licht macht, also vor allem LED-Module und Energiesparlampen. Leuchten wiederum hängen an der Decke oder stehen auf dem Schreibtisch. In sie kommt ein Leuchtmittel hinein.

Farbige Balken verdeutlichen Sromverbrauch

An dem Label für die Leuchtmittel ändert sich optisch zunächst nicht viel. „Es sieht ähnlich wie bereits heute aus“, sagt Jürgen Waldorf, Geschäftsführer des Fachverbandes Licht im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Frankfurt am Main. Auf dem Label verdeutlichen farbige Balken den Stromverbrauch: Gelb und Orange stehen für eine mittlere, Rot für eine geringe und Grün für eine hohe Effizienz. „Neu ist nun aber, dass dies künftig für fast alle Lampen gilt und es weniger Ausnahmen gibt“, erläutert Waldorf.

Grundsätzlich kann sich der Verbraucher daran orientieren, dass Lampen ausgenommen sind, deren Hauptzweck nicht die Beleuchtung ist, erklärt Anton Barckhausen von der Deutschen Energie-Agentur (dena) in Berlin. Das sind etwa Leuchtmittel für Infrarotleuchten oder Beamer. Außerdem bekommen die Leuchten für Taschenlampen keine Plakette.

Bisherige Kennzeichnung entfällt

Die bisher bekannte Kennzeichnung mit A bis G entfällt, und die oberste Klasse spaltet sich künftig auf in A, A+ und A++. „Grund ist, dass bisher die sehr effizienten Leuchtmittel - Energiesparlampen und LEDs - alle in der Klasse A waren“, erläutert Barckhausen. „Eine Differenzierung dieser Lampen war nicht mehr möglich. Und so hat man nun auch für die Zukunft vorgebaut, denn eine Effizienzsteigerung ist noch möglich.“

EU will Verbraucherinformationen fördern

Aber es gibt noch einen weiteren Grund für die Überarbeitung des Labels: „Die EU will, dass der Verbraucher besser informiert ist“, sagt Waldorf. Daher muss der Hersteller nun den Stromverbrauch in Kilowattstunden pro 1000 Leuchtstunden auf dem Label angeben. Laut der Fördergemeinschaft Gutes Licht (FGL) der Hersteller entspricht dieser Wert dem durchschnittlichen Einsatz einer Lampe im Haushalt pro Jahr. Und die EU geht noch weiter: „Leuchten werden oftmals mit eingebauten oder mitgelieferten Lampen verkauft“, heißt es in der Verordnung. Infos zum Leuchtmittel fehlten allerdings. Das ändert sich bereits - Hersteller können schon freiwillig ein Label dafür verwenden, ab dem 1. März 2014 ist es Pflicht. „Es bewertet aber nicht die Energieeffizienz der Leuchten“, sagt Barckhausen. Es gebe außerdem an, welches Leuchtmittel gut hineinpasse.

Kennzeichnung bereits bekannt

Das EU-Energielabel kennt man schon aus anderen Bereichen: Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Fernseher, Weinlagerschränke und Klimaanlagen müssen es schon seit einiger Zeit tragen. Die Label sehen alle gleich aus: Den Stromverbrauch der Geräte verdeutlichen Farbbalken.

In die neue höchste Klasse A++ schaffen es laut dem Branchenportal licht.de der Fördergemeinschaft aktuell nur wenige LEDs und Hochdruckentladungslampen. Zur Klasse A+ zählen effiziente Energiesparlampen sowie sehr gute LED-Module, zur Klasse A durchschnittliche LEDs, LED-Lampen und Energiesparlampen.

Simone Andrea Mayer

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