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20:00 08.11.2019

So erlebte Hannover die DDR-Bürger

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Henning Borchert: Ich war damals als Helfer des Roten Kreuzes dabei, als die DDR-Übersiedler aus Prag im Messebahnhof Laatzen ankamen. Der verschlossene Zug war lange unterwegs gewesen. Es waren überwiegend junge Leute, teilweise Familien. Einige von ihnen hatten ziemliche Zahnschmerzen. Manche berichteten, sie hätten – warum auch immer – seit Jahren keinen Zahnarzt besucht. Eine solche Gruppe brachte ich dann zum zahnärztlichen Notdienst gebracht, wo sie erst einmal kostenlos behandelt wurden. Ich verabschiedete sie mit einem „Beißt die Ohren zusammen und haltet die Zähne steif!“ Alle waren überglücklich, dass sie endlich im Westen angekommen waren. Ich habe noch nie so viele fröhliche Menschen beim Zahnarzt gesehen.

Quelle: Samantha Franson

Gerhard Hupke: Als Mitarbeiter des Sozialamtes habe ich damals geholfen, in der Hauptpost das Begrüßungsgeld für DDR-Bürger auszuzahlen. Nach dem Mauerfall stand ich mit einem Bündel Hundertmarkscheine in der Hand am Tresen. Vor mir stand eine nicht enden wollende Menschenschlange. Es musste schnell und unbürokratisch gehen. Ich fragte: „Wie viele Personen?“, blätterte wie beim Kartengeben Hunderter hin und machte einen Vermerk ins Personaldokument der DDR-Bürger. So ging es über Stunden. Die Arbeit machte riesigen Spaß. Das für mich Unvergessliche: Während der gesamten Zeit schaute in in ungläubige, freudige Augen. Ich denke bis heute oft daran zurück und erzähle davon. Ich werde dann immer euphorisch und bin dankbar, dass ich dies erleben durfte.

Quelle: privat

Ursel Wiebusch: Damals wurden Familien gesucht, die unbekannte Besucher aus der DDR beherbergen könnten. Wir meldeten uns, und bald standen sie vor unserer Tür: Vater, Mutter und zwei Töchter. Wir waren alle etwas aufgeregt. Dann saßen wir gemeinsam am Wohnzimmertisch und begannen zu erzählen, was jeder so macht. Bald war das Eis gebrochen. Als später der Abschied kam, flossen Tränen. Wir lagen uns in den Armen und versprachen, dass wir uns wiedersehen würden. So kam es auch. Im Frühjahr besuchten wir sie, sie kamen dann wieder zu uns. Wir besuchen uns jetzt seit 30 Jahren regelmäßig. Eine Freundschaft fürs Leben. Andere beneiden uns darum und wünschten sich, sie hätten damals auch ihre Hände ausgestreckt. Ein bisschen mutig darf man ruhig mal sein.

Quelle: privat
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