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Tipp des Tages Diese Filme laufen ab Donnerstag in den Kinos der Region
Mehr Familie Tipp des Tages Diese Filme laufen ab Donnerstag in den Kinos der Region
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13:37 30.01.2019
Läuft jetzt in den Kinos an: Green Book mit Viggo Mortensen (l) und Mahershala Ali. Quelle: Universal Pictures/AP
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Göttingen

Der New Yorker Türsteher riskiert gern mal eine dicke Lippe – und jetzt chauffiert Tony den seltsamen und ziemlich blasierten farbigen Musiker „Doktor“ für gute Dollar runter nach Mississippi. Eine ungewöhnliche Fahrt, die in „Green Book“ zu einer ebenso ungewöhnlichen Freundschaft führt. Deutlich chaotischer geht es in der Adoptionsfamilie, die den Film „Plötzlich Familie“ prägt. Und das sind nur zwei der Kino-Neustarts in dieser Woche.

Reise zu den Rassisten: Green Book

Ein schwarzer Musiker und sein weißer Chauffeur unterwegs im Süden der USA

Eine seltsame Reiselektüre hat der Chauffeur Tony Vallelonga bei Fahrtantritt in New York in die Hand gedrückt bekommen: Das Werk heißt „Negro Motorist Green Book“. Darin aufgelistet sind all jene Hotels, Restaurants, Tankstellen und Autowerkstätten im Süden der Vereinigten Staaten, in denen Schwarze willkommen sind. Der Katalog ist ziemlich dünn.

Der Trailer:https://youtu.be/Vx_66WKl33k 

Wir schreiben das Jahr 1962. Erst im Jahr darauf wird die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King zum Marsch nach Washington aufrufen. Noch ein Jahr später wird die Rassentrennung in den USA zumindest offiziell mit dem Civil Rights Act beendet.

Aber der Italoamerikaner Tony Vallelonga hätte nicht den Spitznamen „The Lip“, wenn ihn Schwierigkeiten sonderlich schrecken würden. Der New Yorker Türsteher riskiert sowieso gern mal eine dicke Lippe und weiß Gott und die Welt trickreich zu beschwatzen – oder im Zweifelsfall auch mit einem kräftigen Faustschlag zu überzeugen. Und jetzt chauffiert Tony (gespielt von Viggo Mortensen) eben diesen seltsamen und ziemlich blasierten „Doktor“ für gute Dollar runter nach Mississippi.

Don Shirley (Mahershala Ali, r) sucht einen Fahrer und Beschützer für die anstehende Konzert-Tournee. Quelle: eOne Germany

 

Allerdings handelt es sich gar nicht um einen Arzt, wie Tony irrtümlich annahm, sondern um einen Musiker – und dann auch noch um einen mit schwarzer Hautfarbe. Im heimischen New York ist Dr. Don Shirley (Mahershala Ali, oscardekoriert seit „Moonlight“, und nun gab es gerade den Golden Globe für seine aktuelle Rolle) eine Berühmtheit, der Pianist weiß in seinem Spiel klassische Musik und Jazz brillant zu verschmelzen. Auf seiner zweimonatigen Konzerttournee jedoch ist Don Shirley Freiwild für alle Rassisten, sobald er sich auch nur ein paar Meter von seinen offiziellen Terminen entfernt. Und es gibt dort unten im Süden ziemlich viele Rassisten, wie sich bald herausstellt.

Aus dieser Konstellation hätte ein bitteres Drama werden können. Aber nicht mit diesem Regisseur: Peter Farrelly gilt seit „Verrückt nach Mary“ (inszeniert zusammen mit seinem Bruder Bobby) als Komödienspezialist, der vor brachialem Witz nicht zurückschreckt. Auch bei diesem schwierigen Sujet bevorzugt er eine humoristische Grundierung.

„Green Book“ ist ein Buddy-Movie erster Güte. Hier der bauernschlaue Chauffeur mit italienischer Großfamilie in der Bronx, dort der Musiker mit geradezu aristokratischen Manieren. Der eine hat fetttriefende Hähnchenschlegel und den nächsten unbeholfenen Brief an seine Frau daheim in New York im Sinn, der andere will hinten im Wagen vor allem eines haben: seine Ruhe. Beide müssen Vorurteile gegenüber dem jeweiligen Mitreisenden überwinden. Und es gibt etwas, was die ungleiche Fahrgemeinschaft verbindet: Es ist der Stolz, sich von der Welt nichts gefallen zu lassen.

Psychologie der lange Autofahrt

Klar, dass sich die beiden zusammenraufen. Nirgendwo kann man schließlich besser zuhören als auf langen Autofahrten. Mit jeder zurückgelegten Meile wächst die Bereitschaft, vom anderen zu lernen.

Der Rassismus ist ständig präsent auf dieser Reise, egal ob die Reisenden von der Polizei gestoppt werden, weil für Farbige nachts eine Ausgangssperre gilt, oder ob ein Hotelier Don Shirley nicht in seinem Restaurant zu Abend essen lassen will.

Einmal, die beiden sind schon ziemlich weit in den Süden vorgedrungen, haben sie eine Autopanne. Und während der Motor ihres Wagens am Straßenrand qualmt, lassen sie unabhängig voneinander den Blick über die umliegenden Felder schweifen – und entdecken abgerissene, schwarze Farmarbeiter, die direkt aus Steven Spielbergs „Die Farbe Lila“ oder Steve McQueens12 Years a Slave“ in diesen Film geraten sein könnten.

Dieses Bild macht klar: Hier geht es um weit mehr als nur um eine Konzertreise in den tiefsten Süden der Vereinigten Staaten von Amerika.

Viel Nähe zur Realität

Auch in der Wirklichkeit könnte es so gewesen sein. Denn diese Reise hat so oder jedenfalls so ähnlich stattgefunden. Vallelongas ältester Sohn schrieb die Erinnerungen seines Vaters und auch die von Don Shirley auf. Tony und Don Shirley blieben nach ihrem Trip bis zu ihrem Tod vor sechs Jahren Freunde. Sie starben 2013 im Abstand von nur wenigen Monaten, beide in ihren Achtzigern.

Tony "The Lip" Vallelonga (Viggo Mortensen, l) findet, dass Don Shirley (Mahershala Ali) sich einen neuen Anzug zulegen sollt. Quelle: eOne Germany

Es geschieht wenig Überraschendes in diesem Film. Der Regisseur hat sein Ziel fest vor Augen und steuert in gut zwei Kinostunden auf eine stabile Männerfreundschaft zu. Aber das Pointen-Timing Peter Farrellys ist perfekt. Die beiden Hauptdarsteller Viggo Mortensen und Mahershala Ali blocken mit ihrem lockeren Spiel jede unangenehme Rührseligkeit ab.

So gelingt es Farrelly, in ein düsteres Kapitel amerikanischer Geschichte hineinzuleuchten, ohne den Mut zu verlieren, auch wenn einem manches ein bisschen zu brav erscheint. In jedem Fall aber ist „Green Book“ ein Film, der das Herz erwärmt.

„Green Book“, Regie: Peter Farrelly, mit Viggo Mortensen, Mahershala Ali, 130 Minuten, FSK 6 // Cinemaxx Göttingen

Der echte Don Shirley: Musizieren gegen den Rassismus:

Don Shirley war einer der großen Jazzpianisten Amerikas in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Sein Feld waren Experimente aus Jazz und klassischem Klavierspiel. Er schrieb Orgelsinfonien, Pianokonzerte, drei Streichquartette und ein sinfonisches Klanggedicht, das auf James Joyce’ Roman „Finnegan’s Wake“ basierte.

Schon als Dreijähriger spielte Shirley Kirchenorgel, im Alter von zehn Jahren trat er als Konzertpianist auf. 18 Jahre alt war der Sohn jamaikanischer Einwanderer, als er bei einem Konzert mit dem Boston Pops Orchestra Tschaikowskys 1. Klavierkonzert spielte. Eine klassische Karriere als Konzertpianist war im Amerika der Rassentrennung allerdings unmöglich für ihn. So studierte Shirley Psychologie an der Universität von Chicago und ließ sich dort als Psychologe nieder. Shirley bekam ein Stipendium, um die Wechselwirkung zwischen Musik und Jugendkriminalität zu untersuchen, die im Amerika der frühen Fünfzigerjahre angestiegen war. In einem kleinen Club experimentierte er mit Klängen, um die Reaktion des Publikums zu testen. Die Konzertbesucher ahnten nichts von den Studenten mit ihren Messgeräten.

Nur ein Chauffeur

Als Schallplattenkünstler für das Label Cadence Records wurde Shirley bekannt als Musiker, der Jazz mit Klassik kombinierte. Er spielte improvisationsfrei. Mehrfach bereiste er in den Sechzigerjahren die Südstaaten der USA, glaubens, er könne die rassistischen Ansichten vieler Leute dort durch seine Auftritte ändern. Während der Film „Green Book“ von Freundschaft zwischen ihm und seinem Chauffeur erzählt, äußerte sein Bruder Maurice auf der Website des Magazins „Black Enterprise“: „Mein Bruder betrachtete Tony nie als seinen ,Freund’. Er war ein Angestellter, sein Chauffeur.“ Und zum Auto im Film: „Mein Bruder hatte zu keiner Zeit einen blaugrünen Cadillac, es war immer eine schwarze Limousine.“

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Rose Byrne (r) als Ellie Wagner und Isabela Moner als Lizzy in einer Szene des Films "Plötzlich Familie". Quelle: Paramount Pictures

Plötzlich Familie – Slapstick und Elternliebe

Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne) wollen ihr Heim mit Kinderlachen anfüllen. Sie finden die Website einer Kinderadoptionsstelle und können gar nicht anders, als die 15-jährige Lizzie (Isabela Moner) und ihre Geschwister Juan (Gustavo Quiroz) und Lita (Julianna Gamiz) aufzunehmen. Was das Kinderlachen betrifft, gehen sie indes erst mal leer aus: Die kleine Lita sagt mit Vorliebe „Nein“, Juan ist ein Unglücksrabe, und Lizzie pubertiert.

Der TRailer zum Film:https://youtu.be/wqY1bnIx110 

Regisseur Sean Anders bringt in seinen Filmen gern den ganz normalen Familienwirbel auf Hurrikanstärke. Davon zeugen anstrengende Komödien wie „Der Chaos-Dad“ oder „Daddy’s Home“. In „Plötzlich Familie“ jedoch arbeitet der Regisseur und Autor seine Familienerfahrungen ein, und so bekommt sein Film einen ernsteren Unterton.

Octavia Spencer (M) als Karen, Tig Notaro (l) als Sharon und Isabela Moner als Lizzy in einer Szene des Films "Plötzlich Familie". Quelle: Paramount Pictures

Der Regisseur zeigt, dass sich Adoptivfamilien erst mal kantig, spitz und fremd anfühlen. Bis die Kinder „Mama“ und „Papa“ sagen, ist noch jede Menge Zeit für das 08/15 des Slapstickkinos. Meistens lacht man. Geht doch!  

„Plötzlich Familie“, Regie: Sean Anders, mit Mark Wahlberg, Rose Byrne, 118 Minuten, FSK 6 // Neue Schauburg Northeim; Cinemaxx Göttingen;

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Checker Tobi (Tobias Krell) mit Bollywood-Tänzerinne in Mumbai in einer Szene des Films "Checker Tobi". Quelle: megaherz film und fernsehen

Checker Tobi: Ein Bär mit acht Beinen

Wissbegierige Kinder kennen Tobias Krell. Seit 2013 erklärt er als „Checker Tobi“ im Kika die Welt. In seinem Leinwanddebüt darf’s nun ein paar Nummern größer sein. Nichts Geringeres als das Geheimnis unseres Planeten will Tobi lüften. So blickt der Checker in Vanuatu in das „Herz der Erde“ oder taucht vor Tasmanien nach einem „Bären mit acht Beinen“. Tobias Krell begibt sich auf Augenhöhe mit seinem Publikum und vermittelt Wissenschaft als Abenteuer. Obendrein erweisen sich die Bilder als der Leinwand würdig. Tolles Infotainment für Kinder.  

Checker Tobi –der Trailerhttps://youtu.be/VdrJ4Kp1C1Q

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Der Trafikant

Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel arbeitet als Lehrling an einem Wiener Kiosk, einer sogenannten Trafik, und lernt dort von seinem Meister Otto Trsnjek alles, was er über Tabak, Zeitungen und Pornoheftchen wissen muss. Doch das reicht Franz nicht für sein Leben, er sehnt sich nach mehr Bildung und auch nach der Liebe. Wie praktisch, dass ausgerechnet Sigmund Freud Stammkunde ist und dem jungen Mann mit Rat und Tat zur Seite steht.

Im Gespräch: Franz Huchel (Simon Morzé, l.), Sigmund Freud (Bruno Ganz). Quelle: Foto: Tobis Quelle: Tobis

Das kommt Franz besonders gelegen, als er sich in die Varietétänzerin Anezka verliebt. Als Hitler die Kontrolle über Österreich übernimmt, rücken Liebesdinge für Franz allerdings in den Hintergrund, und er sieht sich in die Wirren der turbulenten Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg verwickelt ... Weitere Infos hier.

Österreich, D 2018, 113 Min. FSK: 12; Regie: Nikolaus Leytner; Nach dem gleichnamigen Roman von Robert Seethaler; D.: Simon Morzé, Bruno Ganz, Johannes Krisch; ab 31.1. im Lumiére.

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Überregionale Kinostarts

Clint Eastwood als Leo Sharp in einer Szene des Films "The Mule". Quelle: dpa

The Mule: Alter schützt vor Verdacht

Eine wahre Geschichte: Clint Eastwood als Senioren-Drogenkurier

Eines Morgens sitzt der Drogenkurier unverhofft mit seinem härtesten Verfolger in einem Restaurant am Highway. Spezialagent Colin Bates (Bradley Cooper) hegt keinerlei Verdacht gegen den Sitznachbarn. Wie auch? Neben ihm hockt ein alter Grantler, der ungefragt aus seinem verpfuschten Leben erzählt. Earl Stone (Clint Eastwood) wird von seiner Ex-Frau verflucht, die Tochter redet seit Jahren kein Wort mehr mit ihm. Allein die Enkelin hat ihn noch nicht ganz abgeschrieben.

Der Trailerhttps://youtu.be/QKTB-bWbf3o 

„Die Familie“, sagt Stone und nippt am Frühstückskaffee, „ist das Wichtigste im Leben.“ Ein guter Rat zur rechten Zeit: Agent Bates starrt gerade auf sein Handy, er hat seinen Hochzeitstag vergessen. Earl seinerseits hat in seinem schon ziemlich lange währenden Leben quasi alle wichtigen Familienereignisse verpasst.

Besonders originell ist diese Botschaft nicht, schon gar nicht im US-Kino, wo Familienwerte ja nicht nur im Hause Disney hochgehalten werden. Wenn die Erkenntnis aber aus dem Mund einer so ungewöhnlichen Hauptfigur kommt, dann hört man doch gern hin. Stone ist „The Mule“, der Maulesel, der für ein mexikanisches Kartell Drogen durch die USA nach Chicago kutschiert.

Drogen statt Dollarbündel

Eigentlich züchtete der Weltkriegsveteran Orchideen und genoss sein Leben. Dann aber verpasste er den Anschluss an die digitale Zeitenwende. Seine Blumenfarm sollte unter den Hammer kommen. Durch einen Zufall geriet Stone ans Kartell, und inzwischen weiß sein krimineller Arbeitgeber: Ein besseres Muli als Stone ist kaum vorstellbar. Welcher Polizist kommt auf die Idee, dass ein alter Opa mit Hass auf Handys Drogen im Wert von Millionen Dollar spazieren fährt? Bei jeder Lieferung werden die Plastikbeutel auf der Ladefläche von Stones Pick-up dicker, genau wie die Dollarbündel im Handschuhfach.

Für Eastwood, Hauptdarsteller und Regisseur, ist das eine Paraderolle. Manchmal verengen sich seine Augen zu Schlitzen. Wäre er ein paar Jahre jünger, würde sein Earl Stone wohl den Revolver ziehen und all die großmäuligen Kartell-Lümmel über den Haufen schießen. Ähnlich resolut ist schließlich schon Eastwoods „Dirty Harry“ in den Siebzigern mit nervigen Zeitgenossen verfahren.

Inzwischen ist Clint Eastwood aber 88 Jahre alt, sein Schritt leicht schleppend und seine schärfste Waffe auch im wirklichen Leben sein verschrobener Spott. Vor ein paar Jahren hat er bei einem Parteitag der Republikaner Barack Obama attackiert: Der imaginierte Präsident saß auf einem (leeren) Stuhl, und Eastwood hielt dem Stuhl respektive Präsidenten gebrochene Wahlversprechen vor. Von einem ähnlich ausgeprägten Individualismus ist Earl Stone durchdrungen.

Eine wahre Geschichte

Eastwood hat eine wahre Geschichte ins Kino gebracht: „The Mule“ beruht auf den Erlebnissen des Taglilienzüchters und Drogenkuriers Leo Sharp. Der inzwischen verstorbene Senior wurde 2011 im Alter von 87 Jahren festgenommen. Er war mit 104 Kilogramm Kokain unterwegs.

„The Mule“, Regie: Clint Eastwood, mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, 118 Minuten, FSK 12

 

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Rafiki: Jugendlicher Protest

Zwei mutige Mädchen in Kenia – eine Liebesgeschichte

Vor ein paar Jahrzehnten noch hätte dieser Film wohl auch bei uns erregte Diskussionen provoziert. Inzwischen ist zum Glück Homosexualität weitgehend akzeptiert. Ganz anders sieht das in Kenia aus, wo „Rafiki“ zunächst mit einem Aufführverbot belegt worden war. Nach einer Klage der Regisseurin Wanuri Kahiu wurde das Verbot zumindest gelockert. Dennoch ist die im Film thematisierte homosexuelle Beziehung zwischen Frauen immer noch ein Tabu in dem ostafrikanischen Land.

Erst die Liebe, dann der Konflikt

Der Titel „Rafiki“ ist Suaheli und bedeutet „Freund/-in“. Zu Freundinnen werden die Schülerinnen Kena (Samantha Mugatsia) und Ziki (Sheila Munyiva), obwohl ihre Väter Konkurrenten in einem gerade laufenden Wahlkampf sind. Schon das sorgt in ihrem Stadtviertel für Gesprächsstoff. Als die beiden sich dann aber auch noch ineinander verlieben, kommt es zu heftigen Konflikten.

„Rafiki“ ist mehr als eine lesbische Romanze: Der Film erzählt von Jugendlichen, die sich gegen Homophobie und religiöse Dogmen zur Wehr setzen. Trotz des Themas strahlt die Geschichte Lebensfreude und Freiheitsliebe aus.

„Rafiki“, Regie: Wanuri Kahiu, mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, 83 Minuten, FSK 12

 

Von Ulrich Schubert

Monika Rinck ist an zwei Terminen im Literarischen Zentrum zu Gast. Sie spricht über „Wirksame Fiktionen“.

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Die Geschichtswerkstatt Göttingen nimmt Interessierte mit zu einem Stadtteilrundgang. Thema: Alltag der Göttinger Bevölkerung zur Zeit des Nationalsozialismus.

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„Die Transzendenz der Transparenz“ heißt eine Ausstellung mit Arbeiten von Carlos Schulze-Nowak, die im Künstlerhaus Göttingen zu sehen ist. Am Mittwoch gibt es eine Führung.

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