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Gesundheit Bitterstoffe in Gemüse - Wie gefährlich sie wirklich sein können
Mehr Gesundheit Bitterstoffe in Gemüse - Wie gefährlich sie wirklich sein können
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16:55 02.09.2019
Wer Kürbisse in seinem Garten pflanzt, sollte vor der Verarbeitung immer ein kleines Stück probieren. Nur so kann man sicher gehen, dass sich keine Bitterstoffe gebildet haben.
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Hannover

Wer in seinem Garten Gemüse anpflanzt, freut sich früher oder später über eine satte Ernte. Doch nach einem Sommer wie in diesem Jahr, in dem es sehr heiß und teilweise sehr trocken war, kann der Verzehr mitunter gefährlich werden. Tatsächlich können Gemüsesorten wie Zucchini, Gurke oder Kürbis unter diesen klimatischen Stressbedingungen Bitterstoffe entwickeln, die in hoher Konzentration giftig sind, warnt das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Modernes Gemüse produziert keine Bitterstoffe

Warum in Deutschland vor allem das Gemüse aus dem Garten betroffen ist, lässt sich einfach erklären. In den Supermärkten werden meist sogenannte Hybridsorten verkauft, die die Fähigkeit, Bitterstoffe zu bilden, gar nicht mehr haben, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Was viele Hobbygärtner möglicherweise nicht wissen: Wenn essbare Kürbisse und Zierkürbisse nebeneinander gepflanzt und von einer Biene bestäubt werden, kann es bei der Kreuzung zur Bildung von Bitterstoffen kommen, informiert das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA).

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Bitterstoffe Cucurbitacine im Gemüse

Die Bitterstoffe, die sich in den Kürbisgewächsen bilden, sind sogenannte Cucurbitacine, klärt das Bundeszentrum für Ernährung auf. Diese Bitterstoffe lösen unter anderem Schleimhautreizungen, Durchfall und Erbrechen aus und können bei Kindern, alten und kranken Menschen zu Kreislaufversagen mit Todesfolge führen.

Wertvolle Tipps für Hobbygärtner

Tatsächlich kann das Gemüse, in dem sich Bitterstoffe gebildet haben, erst beim Verzehr erkannt werden. Die Bitterstoffe werden auch beim Kochen, Braten oder Backen nicht zerstört. Stiftung Warentest gibt Tipps, wie Hobbygärtner auf Nummer sicher gehen können.

Wer Kürbisgewächse in seinem Garten anpflanzt, sollte stets darauf achten, dass essbare Kürbisse und Zierkürbisse nicht nebeneinander angebaut werden, um eine Kreuzung der beiden Sorten zu umgehen. Kreuzungen lassen sich außerdem vermeiden, indem jedes Jahr frisches Saatgut gekauft wird und keine Samen aus der letzten Ernte verwendet werden.

Gerade wenn es im Sommer sehr heiß war und dazu Trockenheit herrschte, sollte zwischendurch immer das selbst gezogene Gemüse probiert werden - am besten vor dem Zubereiten, da Gewürze den echten Geschmack überdecken können. Falls man nicht in der Lage ist, bitteren Geschmack zu erkennen, sollte man das Gemüse von jemand anderem probieren lassen. Ein kleines Stück von einem Kürbis, einer Gurke oder einer Zucchini zu probieren, ist kein Problem, auch wenn diese Bitterstoffe enthalten.

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Heidi Becker/RND

Von Heidi Becker/RND

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