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Gesundheit Sonnenbrand: Was hilft und wann sollte man zum Arzt?
Mehr Gesundheit Sonnenbrand: Was hilft und wann sollte man zum Arzt?
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10:24 28.06.2019
After-Sun-Produkte können bei leichten Verbrennungen hilfreich sein. Von Bodylotion sollte man die Finger lassen. Quelle: picture alliance/Photononstop
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Hannover

Sich an einem heißen Sommertag im Freibad oder Garten zu sonnen, ist verlockend. Doch wer sich nicht richtig eincremt oder zu viel Zeit in der prallen Sonne verbringt, dem droht schnell ein schmerzhafter Sonnenbrand. Was dann schnelle Linderung bringt und ab wann man mit einem Sonnenbrand zum Arzt muss, weiß der Experte.

Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Ein Sonnenbrand ist mit einer Hautverbrennung durch Hitze vergleichbar: Hauptauslöser sind die UVB-Strahlen, also der aggressive, kurzwellige Anteil des Sonnenlichts. Der Unterschied: Die Rötung der Haut kommt zeitversetzt, etwa drei bis fünf Stunden später. Dann kommt es zu einer Schwellung, Juckreiz und Schmerz. Die Gefäße erweitern sich und die Haut wird stärker durchblutet. Deshalb sondert der Körper Wärme ab.

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Sonnenbrand: Wie viel taugen After-Sun-Produkte?

„After-Sun-Produkte können durch ihren hohen Wassergehalt bei einem leichten oder mittelschweren Sonnenbrand hilfreich sein“, erklärt Dr. Daniel Wilder, Facharzt für Dermatologie und Plastische Chirurgie aus Stuttgart. „Damit senken sie den Wasserverlust und kühlen zusätzlich.“ Außerdem enthalten die meisten After-Sun-Lotionen Inhaltsstoffe, die den Heilungsprozess fördern, etwa Aloe Vera, Vitamin B und Panthenol. Allergiker sollten zudem darauf achten, dass keine Duft- und Konservierungsstoffe oder Parfüm enthalten sind.

„Wenn diese Kriterien erfüllt sind, können Betroffene mit einem leichten Sonnenbrand durchaus auf Artikel aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen“, so der Experte. Sind die Verbrennungen schwerwiegender, lohne sich der Gang in die Apotheke. Dickflüssige Bodylotion eignet sich nicht zur Linderung. „Sie deckt die Haut eher ab und die Balance wird gestört“, meint Wilder. Pickel und Pusteln können die Folge sein.

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Zu lange in der Sonne gelegen: Helfen Hausmittel?

Hausmittel ersetzen keine Behandlung – sie können aber zur Linderung beitragen. Quark- oder Joghurtwickel helfen leicht verbrannter Haut durch die enthaltenen Milchsäurebakterien. Außerdem kühlen sie. Aber: „Die Wickel dürfen nicht austrocknen oder auf nässenden Sonnenbrand aufgetragen werden. Ansonsten kann es zu Infekten kommen“, erklärt Wilder. Auch Aloe Vera und grüner Tee tragen zur Linderung bei: Zum einen werden Feuchtigkeit und Mineralien gespendet, zum anderen wird die Haut bei der Regeneration unterstützt.

Um gegen die durch den Sonnebrand ausgelöste Entzündung und die Schmerzen im Körper vorzugehen, eignen sich Aspirin sowie Ibuprofen. Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure unterdrücken Entzündungsbotenstoffe. „Als wichtigstes ’Hausmittel’ gilt aber: Viel trinken, um den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren“, so Wilder.

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Verbrennungen: Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Ein leichter Sonnenbrand entspricht einer Verbrennung ersten Grades. Sie heilt folgenlos aus. „Bei einer Verbrennung des Grades 2a hingegen bilden sich Blasen, eine länger anhaltende Rötung und der Betroffene hat starke Schmerzen“, erläutert der Dermatologe. „Der Sonnenbrand heilt dann zwar ohne Narben aus, es sollte aber dennoch ein Arzt aufgesucht werden.“ Noch stärker sind Verbrennungen des Grades 2b: Sie heilen nur mit Narben aus.

Der Arzt kann bei starken Sonnenbränden einen Flüssigkeitszugang legen, um einer Verdunstung des Körpers entgegenzuwirken. Ansonsten helfen Schmerzmittel oder eine Therapie mit Cortison. „Wer sich im Urlaub einen Sonnenbrand einfängt, kann zu einer Creme mit Cortison greifen, um den Sonnenbrand so schnell wie möglich zu unterbrechen“, rät Wilder.

Wichtig: Mit einem Sonnenbrand die Sonne meiden

Auch die erfolgversprechendsten Mittel nützen nichts, wenn Betroffene weiterhin den ganzen Tag in der Sonne verbringen. In der Regel ist ein Sonnenbrand nach etwa einer Woche abgeklungen: In dieser Zeit sollte die Sonne gemieden werden. Außerdem sollte man sich mit einem hohen Lichtschutzfaktor und der richtigen Kleidung, also einem Sonnenhut und einem langärmeligen T-Shirt, schützen.

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Von RND / Jessica Orlowicz

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