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Der Norden A29 nach Gefahrgut-Unfall dicht – giftige und hoch entzündliche Stoffe ausgetreten
Nachrichten Der Norden A29 nach Gefahrgut-Unfall dicht – giftige und hoch entzündliche Stoffe ausgetreten
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22:23 15.10.2019
Nach einem Gefahrgut-Unfall ist die A29 voll gesperrt. Die Polizei hat eine Sicherheitszone eingerichtet.
Nach einem Gefahrgut-Unfall ist die A29 voll gesperrt. Die Polizei hat eine Sicherheitszone eingerichtet. Quelle: Twitter/Polizei Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch
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Wardenburg

Nach dem Unfall eines Gefahrguttransporters auf der Autobahn 29 bei Wardenburg (Landkreis Oldenburg) ist die Zahl der Verletzten bisher unklar. Ein Sattelzug hatte am Mittag in Fahrtrichtung Oldenburg die Mittelschutzplanke durchbrochen, war auf der Richtungsfahrbahn Osnabrück umgekippt und auf der Seite liegen geblieben. Dabei war nach Polizeiangaben der giftige und hoch entzündliche Stoff Isocyanat ausgetreten.

Polizei richtet Sicherheitsbereich ein

Die Umgebung wurde gesperrt und ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Der Lastwagenfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Es seien aber theoretisch auch alle Autofahrer oder Helfer in der Nähe der Unfallstelle wegen möglicher Kontakte mit dem Gift als Verletzte anzunehmen, sagte ein Polizeisprecher. Die Behörden hatten am Nachmittag die Bevölkerung aufgerufen, im Umkreis von 1000 Metern Fenster und Türen geschlossen zu halten. Menschen, die mit dem Gefahrgut in Berührung gekommen seien, sollten die Kleidung wechseln, in einem verschlossenen Behälter verpacken und einen Arzt aufsuchen.

Im Zusammenhang mit dem Gefahrgut-Unfall auf der Autobahn 29 sucht die Polizei nach einem weiteren beteiligten Auto. Nach ersten Erkenntnissen hatte dieses möglicherweise den Sattelschlepperfahrer zu einem Ausweichmanöver gezwungen, wie die Polizei am Dienstagabend mitteilte. In der Folge soll es dann zu dem Unfall gekommen sein.

Weiterer Unfall am Stauende

Am Stauende fuhr dann noch ein Transporter auf einen Lastwagen auf: Der Mann wurde schwer verletzt. Quelle: -/Nord-West-Media TV/dpa

Am Stauende ereignete sich am Nachmittag ein weiterer schwerer Unfall: Ein 34-Jähriger sei gegen 16 Uhr ungebremst mit einem Kleintransporter in einen noch rollenden Sattelschlepper gefahren, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagabend. Der Transporter verkeilte sich unter dem Auflieger und der Mann wurde eingeklemmt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Stau hatte sich zwischen den Anschlussstellen Ahlhorn und Großenkneten gebildet.

Von RND/dpa