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Der Norden AfD schließt Lars Steinke wegen Stauffenberg-Äußerungen aus
Nachrichten Der Norden AfD schließt Lars Steinke wegen Stauffenberg-Äußerungen aus
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19:30 12.06.2019
Fliegt aus der AfD: Lars Steinke. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Hannover

Ein Landesschiedsgericht der AfD hat den früheren niedersächsischen Landeschef der inzwischen aufgelösten Nachwuchsorganisation Junge Alternative, Lars Steinke, aus der Partei ausgeschlossen. Dies teilte die AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag am Mittwoch mit.

Steinke hatte im vergangenen August den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg in einem nicht öffentlich einsehbaren Facebook-Eintrag als Verräter bezeichnet. Er war daraufhin bereits als Chef der Jungen Alternative abgesetzt worden.

Schiedsgericht in Niedersachsen: Befangen

Das Landesschiedsgericht der AfD in Nordrhein-Westfalen urteilte nun, Steinke habe mit seinen Äußerungen zu Stauffenberg „erheblich gegen die Ordnung der Partei verstoßen und der Partei dadurch einen schweren Schaden zugefügt“. Zuvor hatte sich ein Mitglied des niedersächsischen Landesschiedsgerichts für befangen erklärt, weshalb die Angelegenheit im Nachbarbundesland verhandelt wurde.

Die AfD-Landesvorsitzende und Fraktionschefin Dana Guth sagte, sie sei froh über dieses Urteil. Rechtsextreme Gesinnungen und verschrobene, entschuldigende Ansichten zum Nationalsozialismus hätten in der AfD keinen Platz.

Von Doris Heimann/dpa