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Der Norden Amazon-Verteilzentrum: Online-Händler wirbt um Ex-Soldaten
Nachrichten Der Norden Amazon-Verteilzentrum: Online-Händler wirbt um Ex-Soldaten
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15:56 06.08.2019
Amazon nimmt im Herbst den Betrieb im ehemaligen Lidl-Zentrallager auf – und setzt auf Ex-Soldaten als Mitarbeiter. Quelle: Rita Nandy
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Wunstorf

Für sein neues Verteilzentrum in Wunstorf bei Hannover setzt der Onlinehändler Amazon auch auf Ex-Soldaten als Führungskräfte. „Die Einstellung von Personal aus dem Militär ist Bestandteil unseres Plans, die Führungskräfte der Zukunft zu finden“, heißt es in Jobangeboten des US-Konzerns.

Bereits seit 2010 richte sich Amazon gezielt an ehemalige Fach- und Führungskräfte des Militärs, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in Großbritannien, Frankreich und Spanien, sagte Amazon-Sprecher Michael Schneider am Montag. „Wir merken, dass wir da gute Erfahrungen gemacht haben.“ Ehemalige Zeitsoldaten seien wegen ihrer Erfahrung mit Technik und Logistik und bei der Teamführung gefragt.

Amazon setzt auf Teamführung und Motivation

Für Führungspositionen in den Logistikzentren werden ehemalige Mannschaftssoldaten, Feldwebel, Unteroffiziere und Offiziere gesucht, berichtete die „Bild“-Zeitung. Entscheidend für eine Führungsposition sei die Fähigkeit, ein Team zu führen und Mitarbeiter zu motivieren, erklärte Amazon. Noch in diesem Herbst soll das Verteilzentrum bei Wunstorf mit 200 Arbeitsplätzen entstehen. Amazon will an dem Standort mit rund 500 Fahrern von etwa zehn Lieferpartnern zusammenarbeiten, um eine schnelle Paketzustellung zu ermöglichen.

Wunstorfs Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm hat bisher noch nicht gehört, dass andere Wunstorfer Unternehmen gezielt Soldaten gesucht haben. Wenn die Existenz des Lufttransportgeschwaders 62 sich wirklich zu einem zusätzlichen Vorteil entwickeln würde, könne das nicht schaden. „Ich glaube, dass die harten Faktoren weiterhin die ausschlaggebenderen sein werden“, sagte er.

Bundeswehr will Personal halten

„Als Arbeitgeber versuchen wir natürlich, die besten Soldaten zu halten“, sagte Sabrina Tschierschke vom Presse- und Informationszentrum der Bundeswehr, zuständig für Personalangelegenheiten. Ein Weg dafür ist, nach der militärischen Laufbahn in ein ziviles Beschäftigungsverhältnis bei der Bundeswehr zu wechseln. Sie bestätigte aber: „Aufgrund ihrer hochwertigen Ausbildung sind diese Fachkräfte sehr gefragt.“ Das zeige sich daran, dass 97 Prozent der ehemaligen Soldaten ein halbes Jahr nach ihrem Dienstzeitende neue zivile Arbeitsplätze gefunden haben. Die Bundeswehr unterstützt das mit beruflicher Qualifizierung und kooperiert eng mit Unternehmen in der freien Wirtschaft.

Von RND/lni/Sven Sokoll

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