Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden BGH bestätigt: Terrorverdächtige Jennifer W. bleibt in U-Haft
Nachrichten Der Norden BGH bestätigt: Terrorverdächtige Jennifer W. bleibt in U-Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:15 18.02.2020
Am Oberlandesgericht München läuft der Prozess gegen die IS-Rückkehrerin Jennifer W. Quelle: Sven Hoppe
Anzeige
München/Karlsruhe

Die aus Lohne (Landkreis Vechta) stammende mutmaßliche IS-Terroristin Jennifer W. bleibt in Untersuchungshaft. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigte laut Mitteilung vom Dienstag einen entsprechenden Beschluss des Oberlandesgerichtes München.

Das OLG hatte im Dezember einen Antrag der Verteidiger auf Haftentlassung und Aufhebung des Haftbefehls gegen ihre Mandantin abgelehnt. Dagegen legten sie Beschwerde in Karlsruhe ein. Diese sei unbegründet, entschied nun der BGH. Gegen die Angeklagte bestehe weiterhin dringender Tatverdacht. Sie habe sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland“ strafbar gemacht. „Die Haftgründe der Fluchtgefahr und Schwerkriminalität bestehen fort.“

Lesen Sie auch: „Ein großer Schock“: Wie die Heimat einer IS-Rückkehrerin reagiert

Nicht nur Mord, auch Kriegsverbrechen stehen auf der Anklageliste

Die Frau aus Lohne ist unter anderem wegen Mordes an einem fünfjährigen jesidischen Sklavenmädchen angeklagt. Sie soll sich im Irak der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen und tatenlos dabei zugesehen haben, wie das Kind verdurstete.

Die Verteidiger hatten in ihrem Antrag argumentiert, das Verfahren dauere zu lange und durch die Haft werde in Grundrechte eingegriffen.

Der Prozess unter anderem auch wegen Kriegsverbrechen war am 9. April 2019 gestartet und sollte ursprünglich am 30. September zu Ende gehen. Inzwischen hat das Gericht allerdings schon mehrfach mit weiteren Prozesstagen nachterminiert. Derzeit ist der letzte Verhandlungstag für den 15. Mai geplant. Dann dauert der Prozess länger als ein Jahr.

Von RND/lni

Auf der Autobahn ignoriert ein Fahrer die Haltezeichen der Polizei. Seine Flucht endet mit einem Crash, bei dem ein Unbeteiligter stirbt. Beim Prozessauftakt bedauert der Beschuldigte das Geschehene.

18.02.2020

Bei einem schweren Unfall in Papenburg (Emsland) ist am Dienstagmorgen ein 53-Jähriger ums Leben gekommen. Der Pedelec-Fahrer wollte die Straßenseite wechseln, übersah dabei aber einen Transporter. Der Mann starb an seinen Verletzungen.

18.02.2020

Bei einem schweren Unfall in Wolfenbüttel ist eine Radfahrerin am Montagabend lebensgefährlich verletzt worden. Die 63-Jährige hatte offenbar eine rote Ampel übersehen und fuhr in eine Fußgängerin. Im Krankenhaus wurde bei der Radlerin eine Hirnblutung festgestellt.

18.02.2020