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Der Norden Immer mehr Paare in Niedersachsen heiraten
Nachrichten Der Norden Immer mehr Paare in Niedersachsen heiraten
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07:51 03.01.2020
Quelle: Friso Gentsch/dpa
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Hannover

Heiraten liegt im Trend: In Niedersachsen haben sich 2018 knapp 46 000 Paare das Jawort gegeben - fast 3400 oder gut zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus einer im aktuellen Niedersachsen-Monitor veröffentlichten Erhebung des Landesamts für Statistik (LSN) in Hannover hervor. Einen Grund für den deutlichen Zuwachs sehen die Statistiker in der geänderten Gesetzeslage. Seit Ende 2017 haben auch gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf eine zivilrechtliche Eheschließung.

Dabei seien unabhängig von den Hochzeitspaaren Eheschließungen mit Event-Charakter immer beliebter, sagte der Vorsitzende des Fachverbands der Standesbeamtinnen und Standesbeamten in Niedersachsen, Gerald Wucherpfennig. „Das sterile Standesamt wird nicht mehr so oft genutzt.“ Stattdessen ließen sich viele Paare zum Beispiel auf Burgen oder Schlössern, aber auch in Parks trauen. „Man darf ja inzwischen auch unter freiem Himmel die Ehe schließen“, sagte Wucherpfennig. Die Stelle müsse sich nur in der Nähe eines Standesamts befinden, „so dass man Unterschlupf finden kann, wenn es regnet“.

Belastung bei Standesämtern steigt

Unabhängig von der steigenden Zahl ungewöhnlicher Heiratsorte sei die Arbeit der Standesbeamten in den vergangenen Jahren aufwendiger geworden, sagte Wucherpfennig. So müssten vor der Eheschließung zunehmend Urkunden von Ehepartnern aus dem Ausland auf Echtheit geprüft werden. „Man muss zum Beispiel auch sicher ausschließen können, dass eine Heirat zur Bigamie führt“, sagte Wucherpfennig. „Diese Prüfungen sind teilweise sehr zeitintensiv, aber auch sehr spannend.“

Trotz der interessanten Tätigkeit versuchten viele Standesbeamte aber oft schon nach wenigen Jahren, andere Aufgaben in den Verwaltungen zu übernehmen, sagte Wucherpfennig. Denn die Arbeit sei vergleichsweise gering entlohnt. Das Gehalt sie vielfach niedriger als das Einstiegsgehalt von Polizisten. „Es gibt deshalb eine relativ hohe Fluktuation“, sagte der Verbandsvorsitzende.

Zu tun gibt es für die Standesbeamten in Niedersachsen unabhängig davon aber reichlich. Denn im Bundesvergleich sind die Frauen und Männer zwischen Harz und Nordsee überdurchschnittlich heiratsfreudig. 2018 gab es je 10 000 Einwohner 57,6 Eheschließungen. Deutschlandweit lag dieser Wert bei 54,2.

In Hamburg heiraten die wenigsten

Die in Relation meisten Hochzeiten gab es – wie schon in den Vorjahren - in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurden 76,3 Eheschließungen je 10 000 Einwohner registriert. Die im Vergleich wenigsten Hochzeiten wurden in Hamburg registriert (34,2 je 10 000). Auch in Bremen zeigte sich die Bevölkerung trotz eines deutlichen Zuwachses weiterhin unterdurchschnittlich heiratsfreudig. Die Quote lag 2018 bei 49,4 (2017: 40,4).

Anders als die Zahl der Hochzeiten ging die Zahl der Scheidungen in Niedersachsen weiter zurück. 2018 wurden 15 186 Ehen geschieden - 800 weniger als im Vorjahr. Im Fünfjahresvergleich sank die Zahl sogar um gut 2100.

Von RND/lni

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