Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden Borkenkäfer: Niedersachsens höchstem Berg drohen Kahlschläge
Nachrichten Der Norden Borkenkäfer: Niedersachsens höchstem Berg drohen Kahlschläge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:31 28.06.2019
Dem 971 Meter hohen Wurmberg bei Braunlage im Harz steht nach einem massiven Befall durch Borkenkäfer ein Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes bevor. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Braunlage

Niedersachsens höchstem Berg steht ein Kahlschlag bisher ungekannten Ausmaßes bevor. Auf dem 971 Meter hohen Wurmberg bei Braunlage im Harz müssen wegen eines massiven Befalls mit Borkenkäfern Fichten auf einer Gesamtfläche von rund 80 Hektar gefällt werden, sagte ein Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten am Freitag. Es gehe um Zehntausende von Stämmen. Braunlages Bürgermeister Stefan Grote (SPD) bezeichnete die Situation am Wurmberg in der „Goslarschen Zeitung“ als Katastrophe. Nach den Stürmen und der anhaltenden Trockenheit im vergangenen Jahr hat sich der Borkenkäfer im Harz in diesem Jahr ungewöhnlich stark ausgebreitet.

Ziel: Eine neue Borkenkäfer-Generation verhindern

Mit der Fäll-Aktion am Wurmberg wollen die Landesforsten nach Angaben ihres Sprechers Michael Rudolph die Entwicklung einer weiteren Borkenkäfer-Generation verhindern. Sonst könnte die Ausbreitung des Borkenkäfers im Harz noch sehr viel weiter voranschreiten. Im benachbarten Nationalpark sind ebenfalls große Areale befallen. Dort werden die betroffenen Fichten allerdings nur auf einem 500 Meter breiten Schutzstreifen an der Grenze zu den Wirtschaftswäldern gefällt. Ansonsten bleiben die abgestorbenen Stämme stehen, damit in deren Schutz ein neuer naturnaher Wald heranwachsen kann.

Lesen Sie auch:

Tote Fichten, gesperrte Straßen: Borkenkäfer machen es dem Harz schwer

Viele Käfer, tote Fichten, gesperrte Straßen und Wege: Der Borkenkäfer sucht den Harz heim – auch hier im Nationalpark Harz nahe dem Torfhausmoor. Quelle: dpa

Für die Landesforsten kämen die Baumfällungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt, sagte Rudolph. Denn die Holzpreise lägen am Boden. Ein Grund dafür ist, dass schon im vergangenen Jahr wegen mehrerer Stürme und eines erhöhten Borkenkäferbefalls mehr Fichten gefällt werden mussten als üblich. Die kahl geschlagenen Flächen am Wurmberg sollen schnellstmöglich wieder aufgeforstet werden. Künftig sollen dort statt der bisherigen Fichten-Monokulturen artenreichere Mischwälder wachsen.

Von RND/lni

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dieser Vorfall aus Goslar hat alle Beteiligten sprachlos gemacht: Ein älterer Mann hat in einem Kaufhaus gegen einen Wühltisch gepinkelt – und sich auch von einer Überwachungskamera nicht stören lassen.

28.06.2019

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in Niedersachsen im vergangenen Jahr 145 Tonnen an Blindgängern und Munition unschädlich gemacht und entsorgt. Dabei mussten viele Blindgänger noch vor Ort gesprengt werden.

28.06.2019

Die Suche nach seinem Schlüssel hat ein 43 Jahre alter Mann in Braunschweig mit seinem Leben bezahlt: Er war in einem Altkleidercontainer stecken geblieben. Einen Tag nach seiner Befreiung starb er.

28.06.2019