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Der Norden Nach Drohung: AfD sagt Termine mit Gauland und Meuthen ab
Nachrichten Der Norden Nach Drohung: AfD sagt Termine mit Gauland und Meuthen ab
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15:53 09.05.2019
Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag. Quelle: Fabian Sommer/dpa
Bremen

Die Bremer AfD hat drei Wahlkampfveranstaltungen unter anderem mit Parteichef Alexander Gauland abgesagt. Als Grund nannte die Partei, es habe Morddrohungen gegen den türkischen Vermieter des Saals gegeben, in dem die Veranstaltungen hätten stattfinden sollen. Auch die Abschlussveranstaltung des Europawahlkampfs der Bundes-AfD mit Spitzenkandidat Jörg Meuthen in Bremen am 24. Mai wurde abgesagt. Gauland wollte am Samstag auftreten in Bremen. An einem Auftritt an diesem Freitag in Peine hält er aber fest.

Die Staatsanwaltschaft Bremen bestätigte am Donnerstag, der Vermieter des Saals habe zwei anonyme Anrufe erhalten. Nicht bestätigen hingegen konnten die Ermittler, dass die Anrufer mit Mord gedroht hätten, wie die AfD es darstellt.

Polizei sucht Täter

Einen neuen Veranstaltungsort will die Partei nicht suchen, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz am Donnerstag. Man habe fünf Monate nach einem Saal gesucht und bis auf das Deniz Saray Event Center durchweg Absagen bekommen. Der Vermieter des Saals wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang äußern.

Der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade, sagte, der erste Anrufer habe den Saalvermieter gefragt, ob er sich die Ausrichtung der AfD-Veranstaltungen gut überlegt habe und dass das Konsequenzen haben werde. Der zweite Anrufer habe nach der AfD-Veranstaltung mit Alexander Gauland gefragt und den Saalbetreiber aufgefordert, sich das noch einmal zu überlegen, weil die Dinge sonst eskalieren würden. „Da jetzt eine Morddrohung rein zu interpretieren, halte ich für gewagt“, sagte der Staatsanwalt.

Politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen

Der Vermieter habe sich nach den Anrufen mit der AfD in Verbindung gesetzt und die Termine abgesagt, sagte Passade. Weil ein politischer Hintergrund nicht auszuschließen sei, ermittele der Staatsschutz.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz sagte: „Die Vermutung ist naheliegend, dass die Täter aus dem linksextremen Spektrum stammen.“ Die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Mutmaßung nicht. Magnitz ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bremen am 26. Mai. Im Januar war er von Unbekannten überfallen und verletzt worden.

Konkret ging es um drei Veranstaltungen, die alle im selben Saal stattfinden sollten, wie Magnitz sagte. Am 11. Mai sollte Alexander Gauland sprechen, am 18. Mai zwei AfD-Bundestagsabgeordnete und am 24. Mai Jörg Meuthen. Dieser Termin sei auch als Abschluss des Landtagswahlkampfs in Bremen gedacht gewesen, teilte die AfD Bremen mit.

Von RND/lni

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