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Der Norden Bremerhaven: Leuchtturm „Roter Sand“ erneut gefährdet
Nachrichten Der Norden Bremerhaven: Leuchtturm „Roter Sand“ erneut gefährdet
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14:45 26.03.2019
Das Luftbild zeigt den Leuchtturm Roter Sand in der Aussenweser vor Bremerhaven Quelle: dapd/ Hero Lang (Archiv)
Bremerhaven

Der Leuchtturm „Roter Sand“ in der Außenweser rund 30 Seemeilen vor Bremerhaven ist erneut in seinem Bestand gefährdet. „Der Meeresspiegel steigt und die Abstände belastender Sturmfluten werden immer kürzer“, teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als Besitzer am Dienstag mit. Die nicht vermeidbaren Korrosionsschäden reichten derzeit bis in die konstruktiven Bauteile hinein. Der Bund und die Stiftung hätten deshalb ein Gutachten beauftragt, um zu prüfen, wie das Bauwerk für die Nachwelt erhalten werden könne. Über den Ausgang der Überlegungen wollen die Denkmalschützer voraussichtlich im Spätsommer berichten.

Nicht für die heutige Belastung gebaut

Der Turm sei zwar eine geniale Ingenieurleistung des 19. Jahrhunderts, sagte Projektarchitekt Matthias Wagner, aber für die heutigen Belastungen sei er nicht präpariert. Besucher müssten sich keine Sorgen machen, hieß es. Fahrten zum Turm seien weiterhin bei ruhigem Seegang möglich. Der Rote Sand stehe auf absehbare Zeit stabil. Zu seinem 125-jährigen Bestehen 2010 wurde der Leuchtturmals national bedeutsames „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“ ausgezeichnet. Das wohl bekannteste Seezeichen Deutschlands wurde in einer technischen Meisterleistung sechs Seemeilen nordöstlich der Insel Wangerooge in der offenen See errichtet. Es gilt als erstes Off-Shore-Bauwerk der Welt.

„Roter Sand“ ist berühmt für Postkarten und Werbe-Spots

Der schwarz-rot-weiß geringelte „Rote Sand“ erhebt sich bei Niedrigwasser gut 30 Meter über dem Meeresspiegel und wurde nach mehrjährigen Arbeiten am 1. November 1885 in Betrieb genommen. Die Stahlkonstruktion mit ihren charakteristischen Erkern taucht in vielen Werbespots und auf etlichen Postkarten auf und gilt als Prototyp des Leuchtturms.

In die Sanierung flossen über eine Million Euro

Mittlerweile wird der Rote Sand längst nicht mehr als Leuchtfeuer genutzt. Dafür können Touristen das Denkmal seit 1999 besuchen. Zuvor drohte ihm allerdings der Abriss, weil das Fundament nicht mehr tragfähig war. Mit dem spektakulären Überstülpen einer stählernen Manschette wurde es 1987 stabilisiert. Der Leuchtturm erhielt 1989 einen neuen Anstrich. Später wurden auch die Innenräume saniert.

Bisher seien über eine Million Euro für Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen verwendet worden, bilanzierten die Denkmalschützer.

Von rnd/epa

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