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Der Norden Trotz Lockerungen kein Urlauber-Ansturm in Niedersachsen: „Da ist noch viel Verunsicherung“
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Corona-Lockerungen für Tourismus in Niedersachsen: Urlauber-Ansturm bleibt aus

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14:46 10.05.2021
Niedersachsen, Cuxhaven: Am Vormittag sind am Strand nur wenige Spaziergänger unterwegs.
Niedersachsen, Cuxhaven: Am Vormittag sind am Strand nur wenige Spaziergänger unterwegs. Quelle: Sina Schuldt/dpa
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Emden/Norddeich

Seit Montag ist in Niedersachsen für Einheimische wieder Urlaub im eigenen Land möglich. Der große Ansturm auf den Harz, die Inseln und die Küste ist zum Start aber zunächst ausgeblieben. Das berichteten unter anderem der Harzer Tourismusverband und die Fährbetreiber in Emden und Norddeich. „Es war heute bisher noch sehr verhalten“, sagte am Montagmorgen Corinna Habben vom Fährbetrieb AG Ems, der Borkum ansteuert. „Da ist noch sehr viel Verunsicherung, die Leute haben noch sehr viele Fragen, etwa wie das mit dem Testen auf den Inseln läuft.“

Ähnlich war der Eindruck in Norddeich, wo die Fähren nach Norderney und Juist starten. Zwar seien die Fährkapazitäten aufgestockt worden, trotzdem sei die Nachfrage aktuell nur auf rund einem Viertel des normalen Levels, hieß es. Die Urlauber verhielten sich insgesamt sehr umsichtig und rücksichtsvoll.

„Menschen schätzen Ferien vor der eigenen Haustür“

Für einen Spontanurlaub an der Nordseeküste sind noch Restkapazitäten frei, da keine auswärtigen Gäste buchen dürften. „Das Interesse ist da, die Leute haben Lust auf Nordsee und endlich Natur“, sagte Jonas Hinrichs von der Nordsee GmbH. Für den Sommer rechnet er mit einer ähnlich hohen Auslastung wie im Vorjahr: „Deutschland-Urlaub ist wichtig, die Menschen schätzen Ferien vor der eigenen Haustür. Da ist die Nachfrage sehr hoch.“

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Nach monatelanger Corona-Zwangspause: Urlaub in Deutschland gefragt

Auch aus dem Harz hieß es, nach sechsmonatiger Schließung bräuchten manche Hoteliers noch Zeit, um zu öffnen. Mitarbeiter müssten zurückgeholt, Lagerbestände aufgefüllt werden, sagte die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, Carola Schmidt, am Montag. „Das geht nicht in drei, vier Tagen.“

Der Verband erwartet, dass es zunächst eine etwa 14-tägige Übergangsphase geben wird. Die Nachfrage sei da, vor allem per Telefon gebe es viele Anfragen. „Wir freuen uns riesig, wir können ja alles anbieten. Ich gehe davon aus, dass sich alles schnell erholen wird“, sagte Schmidt. In den Modellregionen in Schleswig-Holstein habe man gesehen, dass die Menschen raus wollten.

Ferienhäuser und Ferienwohnungen könnten schnell wieder angeboten werden. „Die private Vermietung hat sehr gelitten, sie konnte nicht auf Überbrückungshilfe zugreifen“, sagte Schmidt. Für Himmelfahrt (13. Mai) und Pfingsten (22.-24. Mai) gebe es bereits viele Buchungen. Auch an der Küste rechnet man damit, dass das Geschäft dann anziehen wird.

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Nach monatelangem Corona-Lockdown ohne Möglichkeit zu einem Kurzurlaub im eigenen Land läuft der Tourismus seit Montag in Niedersachsen wieder an, vorerst können aber nur Menschen aus dem Bundesland selbst ein Quartier buchen.

Außerdem sind nur Übernachtungen in Regionen erlaubt, die eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 haben. Die Anreise ist gekoppelt an einen negativen Corona-Schnelltest, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder den Nachweis einer Genesung nach einer Infektion.

Von RND/dpa