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Der Norden Experten empfehlen Elektrozäune gegen Wölfe
Nachrichten Der Norden Experten empfehlen Elektrozäune gegen Wölfe
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15:03 28.11.2017
Derzeit sollen sich in Niedersachsen 14 Wolfsrudel aufhalten. Quelle: Alexander Heinl
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Diepholz/Vechta

 Um sich vor Wolfsattacken besser schützen zu können, raten Experten alle Tierhalter in Diepholz und Vechta zu höheren und sichereren Zäunen gegen Wolfsattacken. Wie der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Dienstag mitteilte, empfiehlt das Wolfsbüro den dortigen Tierhaltern, auch feststehende Zäune mit Elektrodraht zu versehen. In der jüngeren Vergangenheit kletterten Wölfe in den beiden Landkreisen mehrfach über Zäune geklettert, die mit einer Höhe von mindestens 120 Zentimetern und einem Untergrabeschutz bislang als wolfsabweisend galten.

„Als sicherer Schutz gelten Elektrozäune ab einer Höhe von 120 Zentimetern oder noch besser ab 140 Zentimetern“, sagte die Sprecherin des Wolfsbüros Bettina Dörr. „Wenn Tiere versuchen, über den Zaun zu klettern, bekommen sie einen Schlag und lassen davon ab.“ Das Wolfsbüro rät Haltern seit Ende 2016 zu Zäunen, die höher sind als 90 Zentimeter. Das Land übernimmt 80 Prozent der anfallenden Materialkosten.

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Durch niedersächsische Wälder streifen Dörr zufolge 14 Wolfsrudel, zwei Paare und ein einzelner Wolf. Die genaue Zahl der Tiere sei unbekannt, sie liege je nach Größe der Rudel zwischen 75 und 145 Wölfen.

Das Wolfsbüro arbeitet im Auftrag des niedersächsischen Umweltministeriums und koordiniert Maßnahmen zum Umgang mit dem Raubtier. Die Mitarbeiter arbeiten unter anderem mit der Landwirtschaftskammer, der Landesjägerschaft Niedersachsen, den Wolfsberatern und den anerkannten Wolfsauffangstationen zusammen.

Von dpa