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Der Norden FDP: Regierung hat bei Wölfen die Kontrolle verloren
Nachrichten Der Norden FDP: Regierung hat bei Wölfen die Kontrolle verloren
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14:32 09.09.2019
Ein Wolf streift durch ein Gehege im Wolfcenter Dörverden. Der zum Abschuss frei gegebene Rodewalder Rüde wird weiter gesucht. Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Hannover

Die FDP in Niedersachsen wirft der Landesregierung vor, bei der Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen völlig die Kontrolle verloren zu haben. Das Land habe der wachsenden Wolfspopulation jahrelang zugesehen, ohne eine Strategie zu entwickeln, sagte FDP-Fraktionschef Stefan Birkner am Montag in Hannover. Der Rodewalder Rüde werde seit Monaten vergeblich gejagt. Zudem sei es auch nicht wie angekündigt gelungen, die Wölfe mit Sendern zu versehen. „Die Leute fühlen sich frustriert und allein gelassen, wo der Wolf herumstreift“, sagte Birkner. Dies könne eine politische Radikalisierung fördern.

Birkner: Wolfsverordnung auf den Weg bringen

Birkner forderte Umweltminister Olaf Lies (SPD) auf, eine Wolfsverordnung auf den Weg zu bringen. Damit könne die Regierung auf Landesebene rasch die Möglichkeit zum Eindämmen der Zahl problematischer Wölfe schaffen. Bei den ebenfalls artgeschützten Kormoranen sei dies auch über eine Verordnung geschehen. Die Wolfspopulation von derzeit etwa 200 in Niedersachsen nehme jährlich um 60 Tiere zu.

Seit mehr als sieben Monaten versuchen vom Umweltministerium beauftragte Schützen vergeblich, einen sogenannten Problemwolf im Landkreis Nienburg abzuschießen. Die Kosten liegen inzwischen bei weit über 83.000 Euro. „Es gab offensichtlich Fehleinschätzungen“, erklärte Birkner. Das zeige, wie wenig man über diese Tiere wisse.

Sollen Jäger künftig Wölfe schießen?

Der FDP-Fraktionschef forderte die Landesregierung auf, angesichts der hohen Kosten die Jagd anders zu organisieren. Eine Möglichkeit sei, die Jägerschaft zu ermächtigen, das Tier abzuschießen. Das sei aber aufgrund der aufgeheizten Stimmung vor Ort und der Störversuche von Tierschützern schwierig. Die FDP hat zum Thema Wolf eine Dringliche Anfrage in den Landtag eingebracht.

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Von Marco Seng

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