Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden So will Althusmann die Funklöcher schließen
Nachrichten Der Norden So will Althusmann die Funklöcher schließen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 20.12.2018
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Nach der Funkloch-Abfrage des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums will das Land Mobilfunk-Lücken nun mithilfe der Anbieter Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone schließen. „Beim mobilen Telefonieren und der Nutzung von Datendiensten hängt man hin und wieder noch im Funkloch - das wollen wir ändern“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag in Hannover.

Niedersachsen schlägt bei Mobilfunkversorgung neuen Weg ein

Sein Ministerium habe sich auf ein gemeinsames Vorgehen mit allen drei Unternehmen verständigt, die ihm ihre Versorgungsdaten geliefert haben. Das sei ein bundesweit bisher einmaliges Vorgehen. In anonymisierter Form werden diese Daten nun übereinandergelegt, um die tatsächliche Abdeckung der Mobilfunknetze in Niedersachsen darzustellen. Sie sollen abgeglichen werden mit den Funklöchern beim Handy-Empfang, die sich aus einer Umfrage in Niedersachsen ergeben.

Vor allem ländliche Regionen betroffen

Gemeldet hatten sich 8956 Betroffene vor allem aus den ländlichen Regionen, die Probleme mit der Mobilfunkversorgung gemeldet hatten. Althusmann, der auch für die Digitalisierung im Land zuständig ist, will diese Flecken bis Ende 2019 beseitigt haben.

Land stellt Fördermittel bereit

Geprüft werden soll nun, wie die Versorgung eines identifizierten Funklochs durch die Unternehmen realisiert werden kann. Überlegt werden soll auch die verstärkte gemeinsame Nutzung von Funkmasten, insbesondere der Behörden mit Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben. Ist aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten keine Schließung der Lücken machbar, sollen es Beihilfen des Landes aus einem dafür zur Verfügung gestellten Fördermittel-Budget von 20 Millionen Euro geben.

Von RND/dpa