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Der Norden „Bergen-Belsen ist und bleibt eine offene Wunde unserer Geschichte“
Nachrichten Der Norden „Bergen-Belsen ist und bleibt eine offene Wunde unserer Geschichte“
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13:15 19.04.2020
Die Teilnehmer beten zum 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen. Quelle: Peter Steffen/dpa
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Bergen-Belsen

Beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vor 75 Jahren hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein konsequentes Vorgehen gegen Antisemitismus, Rassismus und Unterdrückung gefordert. „Bergen-Belsen ist und bleibt eine offene Wunde unserer Geschichte“, sagte Weil am Sonntag bei einer Kranzniederlegung. „Wir gedenken in tiefer Trauer und in tiefer Scham der Opfer.“

Wegen der Corona-Epidemie war die geplante große Gedenkveranstaltung auf das kommende Jahr verschoben worden. An einem Gedenken in kleinem Rahmen beteiligten sich neben Weil weitere Landespolitiker sowie der Präsident des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, Michael Fürst.

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Zentrale Botschaften, die für die Veranstaltung eingeplant waren, wurden von den Rednerinnen und Rednern zuvor auf Video aufgenommen und auf einer Seite zum Gedenken veröffentlicht.

Ministerpräsident Stephan Weil in Bergen-Belsen. Quelle: dpa

Mehr als 70.000 tote Gefangene

Britische Soldaten befreiten das Konzentrationslager am Rande der Lüneburger Heide am 15. April 1945. In dem Lager wurden rund 10.000 Tote gefunden. Die Schreckensbilder gingen um die Welt. Rund 200.000 Menschen wurden nach Bergen-Belsen deportiert. Über 70.000 Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge kamen dort ums Leben, darunter die 15-jährige Anne Frank, die durch ihre Tagebücher posthum weltbekannt wurde.

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Von RND/dpa