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Der Norden Mikroplastik in Borkum angespült – „MSC Zoe“ soll bald wieder auslaufen
Nachrichten Der Norden Mikroplastik in Borkum angespült – „MSC Zoe“ soll bald wieder auslaufen
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16:27 15.01.2019
Der Riesenfrachters „MSC Zoe“ zahlreiche Container in der Nordsee verloren. Quelle: Marjet Van Veelen/AP/dpa
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Bremerhaven

Seit der Havarie des Containerschiffs „MSC Zoe“ wird nach Angaben von Greenpeace täglich Mikroplastik an die Strände der Insel Borkum angespült. Es stammt laut der Umweltschutzorganisation aus einem der beiden Gefahrgut-Container, die vor zwei Wochen über Bord des Frachters gegangen waren. Die grauen und weißen Partikel seien Granulate und würden zur Herstellung von Plastikverpackungen eingesetzt, teilte Greenpeace am Dienstag weiter mit. Die Kunststoffe seien biologisch nicht abbaubar und würden zunehmend in Meerestieren und Seevögeln nachgewiesen.

Mikroplastik entwickele sich zu einem massiven Umweltproblem, sagte Manfred Santen, Chemie-Experte bei Greenpeace. Die winzigen Teile seien nur schwierig zu bergen. Greenpeace testet nach weiteren Angaben derzeit mit Staubsaugern und Greifern verschiedene Möglichkeiten der Strandreinigung. Seit der Havarie hätten freiwillige Helfer jeden Tag Spielzeugpistolen, Plastikblumen und Verpackungen am Strand eingesammelt.

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Mehr als 270 Container hat die MSC Zoe im Sturm verloren. Der Inhalt einiger Container ist an der niederländischen Küste angespült worden. Weitere treiben im Wasser.

Gefahrgut-Container noch nicht geortet

Die „MSC Zoe“ hatte nach neuen Informationen des deutschen Havariekommandos in der Nacht zum 2. Januar 286 Container verloren, darunter zwei mit gefährlichen Stoffen. Diese beiden Boxen wurden bisher nicht geortet. Die Suche und Bergung habe sich bisher wegen schlechten Wetters mit vier Meter hohen Wellen verzögert, hieß es am Dienstag.

Insgesamt wurden bisher laut niederländischen Angaben 238 Container lokalisiert. Die meisten von ihnen liegen auf dem Meeresboden nördlich der niederländischen Wattenmeer-Inseln auf der stark befahrenen Route des Frachtverkehrs, etwa 20 wurden bei Borkum geortet. 18 Container sowie deren Inhalt waren an den Stränden angespült worden.

Containerfrachter soll bald wieder auslaufen

Unterdessen soll das Containerschiff „MSC Zoe“ bald wieder in Fahrt gehen. Die Ladungs- und Bergungsarbeiten an Bord seien abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Hafenbehörde am Dienstag in Bremerhaven nach einem entsprechenden Bericht der „Nordsee-Zeitung“. Rund 450 Container aus beschädigten Boxenreihen waren nach Angaben des Hafenkapitäns in den vergangenen Tagen von Bord auf die Kaje gesetzt worden. Nach den letzten Abnahmeprüfungen könne das Schiff wieder auslaufen. Ein genauer Termin steht einer Reedereisprecherin zufolge in Hamburg jedoch noch nicht fest.

Von RND/dpa/frs