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Der Norden Innenminister zu Himmelfahrt: „Enthemmte Bollerwagentouren sind nicht möglich“
Nachrichten Der Norden Innenminister zu Himmelfahrt: „Enthemmte Bollerwagentouren sind nicht möglich“
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15:19 20.05.2020
Boris Pistorius, Minister für Inneres und Sport in Niedersachsen. Quelle: Peter Steffen/dpa
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Hannover

Väter und andere Ausflügler müssen sich an Christi Himmelfahrt wegen der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter scharfe Verbote einstellen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius appellierte an die Menschen im Land auch am Vatertag sich an die geltenden Kontakt-Einschränkungen zu halten und insbesondere auf Touren mit Alkohol zu verzichten. „So einen Vatertag werden wir dieses Jahr nicht erleben, darüber müssen sich alle im Klaren sein“, sagte Pistorius. „Die Gefahr ist nicht gebannt. So weit sind wir noch nicht.“

Die Polizei werde mit hohem Personaleinsatz präsent sein und Verstöße mit empfindlichen Bußgeldern sanktionieren, kündigte der SPD-Politiker an. „Enthemmte Bollerwagentouren sind in diesem Jahr nicht möglich. Denken Sie dabei auch an die Gesundheit der Polizeibeamten.“

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Möglich sind weitere Lockerungen, aber ...

Es sei keine angenehme Aufgabe für Polizisten, Menschen immer auf Abstand zu halten. „Machen Sie es der Polizei bitte nicht schwerer, als es notwendig ist“, forderte Pistorius. Die nächsten 14 Tage würden maßgeblich darüber entscheiden, wie es weitergehe. Bleibe das Infektionsgeschehen auf niedrigem Niveau, gehe es weiter mit Lockerungen. Alle hätten es an Christi Himmelfahrt und Pfingsten selbst in der Hand. Die Polizei werde Platzverweise aussprechen oder Bußgelder verhängen. Inzwischen würden Durchsagen oder persönliche Ansprachen von den Menschen immer mehr ignoriert.

Verbote im Maschpark

Landesweit haben die Städte und Kommunen schon in den vergangenen Tagen Verbote und Sperrungen für den Himmelfahrtstag verkündet. Die Stadt Hannover hat per Allgemeinverfügung unter anderem im Maschpark das Mitführen und die Benutzung von Glasbehältnissen wie Flaschen und Gläsern verboten. Wiederholt sei es zu „missbräuchlicher Nutzung und zu erheblichen Verschmutzungen gekommen“, heißt es zur Begründung. Grillen sei dort ohnehin das ganze Jahr über verboten.

Alle Vorschriften zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus seien einzuhalten, mahnte ein Stadtsprecher und kündigte entsprechende Kontrollen an, so auch andere Kommunen wie etwa die Landkreise Uelzen und Harburg.

Die Polizei Hannover will in Stadt und Umland deutliche Präsenz zeigen, vor allem an beliebten Treffpunkten wie am Maschsee oder am Steinhuder Meer. Pistorius nannte ebenfalls den Maschsee oder einzelne Orte in der List in Hannover als Hotspots – dort sei es schon am vergangenen Wochenende besonders voll gewesen.

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Von rah/sen

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