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Der Norden 41-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt
Nachrichten Der Norden 41-Jähriger zu drei Jahren Haft verurteilt
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18:49 12.07.2019
Das Landgericht Göttingen hat einen 41-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Quelle: Swen Pförtner/dpa
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Göttingen/Osterode

Das Landgericht Göttingen hat am Freitag einen 41-jährigen Angeklagten wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie eines versuchten schweren Missbrauchs zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Die Kammer hielt es für erwiesen, dass der Angeklagte im Frühjahr 2016 bei einem Ferienaufenthalt in einer Wohnung im Altkreis Osterode den siebenjährigen Sohn seiner damaligen Lebensgefährtin missbraucht hatte.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten.

Glaubhafte Schilderungen des Kindes

Die Richter hielten die Schilderungen des betroffenen Kindes jedoch für glaubhaft. Die Kammer habe die Aussagen intensiv geprüft, sagte die Vorsitzende Richterin Barbara Leist. „Am Ende hatten wir keine Zweifel, dass die Angaben in hohem Maße erlebnisbasiert sind.“ Der Junge habe die vielen Details nur berichten können, weil er das Geschilderte erfahren habe.

Das Kind hatte nach Angaben der Richterin schon vorher schlimme Erfahrungen machen müssen. Als er zweieinhalb Jahre alt war, habe der Vater die Familie verlassen. Als er vier Jahre alt war, sei der Vater plötzlich wieder aufgetaucht, gleichzeitig sei die Mutter verschwunden. Der Junge sei schon früh in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gelandet, später in eine Kinderwohngruppe gekommen. Zu all diesen Erfahrungen seien dann jene Geschehnisse im Osterurlaub hinzugekommen.

Schwerer Start ins Leben

Auch der Angeklagte hatte nach Angaben der Richterin einen schweren Start ins Leben. Er sei früh aus der Familie genommen worden und habe ebenfalls einige Zeit in die Kinder- und Jugendpsychiatrie verbracht. Trotzdem habe der Angeklagte die „Kurve gekriegt“, sich immer um Arbeit bemüht und mehrfach Beziehungen zu Frauen aufgebaut. Die Beziehung zu der Mutter des Siebenjährigen endete nach einem halben Jahr, Anlass waren die Missbrauchsvorwürfe.

Zu den Vorfällen soll es vor drei Jahren bei einem Osterurlaub gekommen sein. Auf diesen Urlaub habe sich der Junge sehr gefreut, weil ihm erstmals erlaubt wurde, zwei Wochen mit der Mutter zu verbringen, sagte die Richterin. Der Siebenjährige habe den damaligen Freund der Mutter gemocht und ihn „cool“ gefunden.

Von Heidi Niemann

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