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Der Norden Landvolk warnt vor Verteilungsproblem bei Wasser
Nachrichten Der Norden Landvolk warnt vor Verteilungsproblem bei Wasser
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15:27 05.07.2019
Eine Zuckerrübe ragt aufgrund langanhaltender Trockenheit aus einem stark ausgetrockneten Boden. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Angesichts des Klimawandels rechnet der Landvolkverband Niedersachsen für die Zukunft mit einem größeren Verteilungsproblem bei Wasser. Es gebe Regionen mit geringen Niederschlägen, was Auswirkungen auf den Grundwasserstand habe. Daneben gebe es auch häufiger Starkregen, die auf der Oberfläche abfließen und die Grundwasservorräte nicht ausreichend auffüllen. Es müsse darum gehen, möglichst viel Regenwasser für die Grundwasserneubildung zu nutzen und auch andere Speicher- und Verteilungslösungen zu suchen, sagte Landvolkvizepräsident Volker Hennies am Freitag in Hannover.

Kommunale Wasserversorger warnen vor wachsender Konkurrenz

Das Landvolk reagierte damit auf die Einschätzung des Umweltbundesamtes, wonach die Verteilung von Wasser zu einem relevanten Thema werden könne. „Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden“, sagte Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt (UBA), der Deutschen Presse-Agentur. Die Landwirtschaft werde als neuer Nutzer von Wasservorräten dazu kommen. Die kommunalen Wasserversorger warnen bereits vor wachsender Konkurrenz zu Landwirtschaft und Industrie und fordern, dem Trinkwasser den Vorrang zu geben.

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Vorrang für Trinkwasserversorgung

Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser habe Vorrang, sage Landvolk-Vize Hennies dazu. Die Wasserversorger lieferten Wasser aber auch an Gewerbe und Industrie. Die Wassernutzung der Landwirtschaft zur Nahrungsmittelerzeugung müsse ebenfalls eine höhere Priorität erhalten. Alle Wasserverbraucher sollten Brauchwasser sparsamer einsetzen und für diese Zwecke möglichst kein Trinkwasser nutzen.

Von RND/dpa

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