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Der Norden Elektrokleinbus ohne Fahrer in der Hamburger Hafencity unterwegs
Nachrichten Der Norden Elektrokleinbus ohne Fahrer in der Hamburger Hafencity unterwegs
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19:48 31.07.2019
Der Elektrokleinbus der Hamburger Hochbahn kurvt zunächst noch ohne Fahrgäste durch die Hafencity. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Kein Lenkrad, keine Außenspiegel, dafür Kameras, Radar und Geschwindigkeitsmesser: Der neu entwickelte, selbst fahrende Elektrokleinbus, mit dem ein Mobilitätsangebot für den öffentlichen Nahverkehr in Metropolen wie Hamburg getestet werden soll, ist am Mittwoch erstmals vorgestellt worden. „Das ist schon was Besonderes“, sagte Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos). „Hamburg kann stolz darauf sein, welche Innovationsfelder wir adressieren.“

Zwei Jahre lang im Projektbetrieb

Bis der Shuttlebus fahrerlos im Straßenverkehr und mit Geschwindigkeiten von 50 Stundenkilometern unterwegs ist, wird er jedoch zunächst zwei Jahre lang im Rahmen des Entwicklungs- und Forschungsprojekts getestet. Gedulden muss sich auch, wer mit ihm im Testgebiet der Hafencity unterwegs sein will: Erst ab Mitte 2020 sollen Fahrgäste an Bord sein, wie die Projektbeteiligten – darunter die Stadt Hamburg, die Hochbahn, Siemens Mobility und IAV Automotiv Engineering – mitteilten. Der Kleinbus ist zunächst mit einem Fahrzeugbegleiter und einer Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern unterwegs. Er ist vorerst für zehn Fahrgäste zugelassen, die auf Sitzbänken Platz nehmen können. Eine Rampe macht ihn barrierefrei zugänglich.

Kommunikation mit acht Technikmasten

In der im August startenden ersten Phase solle das fünf Meter lange Fahrzeug, das wie eine größere Gondel auf vier Rädern wirkt, zunächst auf dem Großen Grasbrook unterwegs sein, erläuterte Siemens-Projektleiter Jan Voss. Dort werde vor allem die selbstständige Einfahrt in die Kreuzung zum Dalmannkai getestet. Dabei kommuniziert der Shuttlebus mit acht mit Technik vollgepackten Masten.

Danach soll sukzessive ein Rundkurs über Sandtorkai und Sandtorpark bewältigt werden, bevor die Strecke 2021 auf 1,8 Kilometer – inklusive Haltestellen – bis zur Elbphilharmonie verlängert wird. „Es werden hier viele Entwickler in Warnwesten und mit Laptops unterwegs sein. Denn wir müssen lernen, lernen, lernen“, sagte Voss.

Hamburg will vorn dabei sein

Die Erkenntnisse werden für den weiteren Fortgang genutzt: „Stufenweises Vorgehen“ heißt es für die Verantwortlichen des rund 5 Millionen Euro teuren Projekts „Heat“, was für „Hamburg Electric Autonomous Transportation“ steht. Noch sei nicht sicher, ob sich autonomes Fahren flottenweise in Metropolen durchsetzen wird, sagte Hochbahn-Chef Henrik Falk. Aber weltweit gebe es Druck auf das Thema, und Hamburg wolle vorn dabei sein.

Im Gegensatz zu anderen autonomen Fahrzeugen mit Geschwindigkeiten von maximal 15 Stundenkilometern auf Klinik- oder Kurgeländen soll das Hamburger Fahrzeug im öffentlichen Nahverkehr mitfahren. Dabei wird es von der Leitstelle der Hochbahn überwacht werden, die im Notfall per Knopfdruck das Fahrzeug stoppen, Türen öffnen und über Funk mit den Fahrgästen reden kann, wie Jürgen Druve von der Leitstelle berichtete. Neben den technischen Herausforderungen gehe es auch darum, wie das Fahrzeug in der Öffentlichkeit angenommen wird, sagte Hochbahn-Chef Falk. Das soll sich bis zum ITS-Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme 2021 nun in Hamburg zeigen.

Von Almut Kipp

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