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Der Norden Wann macht der letzte Fleischer in Niedersachsen zu?
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07:34 23.04.2019
Harte Arbeit und harte Konkurrenz: In Niedersachsen hat in den vergangenen zehn Jahren jeder dritte Fleischer aufgegeben. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Hannover

Immer mehr Bäcker und Fleischer in Niedersachsen machen dicht. Die Zahl der handwerklichen Bäckerbetriebe und Metzgereien ist zwischen 2008 und 2018 landesweit um etwa ein Drittel gesunken, wie aus einer Erhebung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) hervorgeht. In der Hansestadt Bremen gab die Zahl der Bäcker in dem Zeitraum um etwa ein Viertel nach, die Zahl der Fleischerbetriebe um etwa die Hälfte.

Waren 2008 in Niedersachsen noch 1551 Fleischereibetriebe bei den Handwerkskammern eingetragen, sank deren Zahl bis Ende 2018 auf 1023. Ähnlich bei den Bäckereifachbetrieben: 2008 waren landesweit noch 1335 dieser Betriebe registriert. Ende 2018 waren es dann 916. In Bremen sank die Zahl der Bäckereien in dem Zeitraum von 59 auf 44 Betriebe, bei den Fleischereien gab es einen Rückgang von 56 auf 29.

Nur die Zahl der Konditoren ist konstant

Bundesweit sieht es nicht viel anders aus: In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl der Bäcker- und Fleischerbetriebe bundesweit um etwa 30 Prozent. Von den 2008 noch 15 337 gelisteten Bäckereien hatten bis 2018 mehr als 4400 Betriebe geschlossen (Stand 2018: 10 926). Bei den Fleischereien sank die Zahl der Geschäfte von 18 320 auf 12 897.

Ganz anders bei den Konditoreien - in vielen Bundesländern legten die Zahlen der Zuckerbäcker zwischen 2008 und 2018 zu. In Niedersachsen stagnierte deren Zahl bei 163. Zehn Jahre zuvor waren es 164 Betriebe. In Bremen allerdings gab es im vergangenen Jahr nur noch acht Betriebe - nach 14 zehn Jahre zuvor. Die Zahl der Brauer und Mälzer legte in der Zeit in Niedersachsen von 23 auf 56 zu, in Bremen immerhin von 1 auf 4.

Von RND/lni

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