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Der Norden Corona: Inseln für Touristen gesperrt – Gäste an Borkum-Fähre abgewiesen
Nachrichten Der Norden Corona: Inseln für Touristen gesperrt – Gäste an Borkum-Fähre abgewiesen
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12:15 16.03.2020
Urlaubern wird der Zugang zu den Nordseeinseln, wie hier auf Norderney, vorerst verwehrt. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam
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Hannover

Rügen statt Rom? Wer ob geschlossener europäischer Grenzen hoffte, nun auf einer Insel in Deutschland Urlaub genießen zu können, wird erneut enttäuscht: Alle norddeutschen Küstenländer sperren wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen.

Darauf haben sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen am Sonntag verständigt, wie die Staatskanzlei in Schwerin am Sonntagabend mitteilte. Für den Tourismus auf dem Festland kündigten die Landesregierungen auch Regelungen an. „Morgen werden wir uns darüber unterhalten, wie wir mit dem Festland umgehen“, sagte der Regierungssprecher von Mecklenburg-Vorpommern der dpa.

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Touristen an der Fähre nach Borkum abgewiesen

Touristen auf dem Weg nach Borkum sind am Montagmorgen wegen der Coronavirus-Krise an der Fähre in Emden bereits abgewiesen worden. An der Fähre wurden beim Ticketverkauf unter anderem Ausweise kontrolliert - nur wer auf der Insel lebt oder arbeitet, durfte zusteigen. „Wir sind noch am Sortieren, die Entscheidung wurde ja gestern erst spät verkündet“, sagte Fährbetriebsleiter Hans-Jörg Oltmanns. „Es wird sich erst noch zeigen, ob eventuell auch Polizei kommen wird, um das durchzusetzen.“

Schleswig-Holstein hatte bereits am Sonntagnachmittag mitgeteilt, seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montagfrüh 06.00 Uhr für Touristen abzuriegeln. Das habe die Landesregierung in Kiel beschlossen, teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einer Telefonkonferenz des Kabinetts mit. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand.

In Mecklenburg-Vorpommern würden die Maßnahmen auf den Inseln Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel schrittweise eingeführt, hieß es am Abend; wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) warb per Twitter um Verständnis für den Schritt.

Aktuelle Inselurlauber sollen Heimweg antreten

Von den Zugangsbeschränkungen ausgenommen seien lediglich Personen, die ihren ersten Wohnsitz auf einer der norddeutschen Inseln haben oder zur Arbeit auf die Inseln müssen - oder von der Arbeit auf dem Festland zurückkehren. Die Versorgung der Inseln mit Gütern des täglichen Bedarfs wird weiterhin sichergestellt.

Grund für die Abriegelung ist, dass die Gesundheitssysteme der Inseln nicht auf eine größere Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen vorbereitet sind. Die Maßnahme dient damit sowohl dem Schutz der Inselbevölkerung als auch dem Schutz der Gäste.

Urlauber, die bereits auf einer der Inseln Quartier bezogen haben, werden gebeten, den Heimweg anzutreten.

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Von RND