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Oldenburg: Gedenkwand für jüdische NS-Opfer beschmiert

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20:36 27.07.2021
Unbekannte haben in Oldenburg ein Mahnmal für jüdische Opfer des Nationalsozialismus mit antisemitischen Botschaften beschmiert. Die Gedenkwand zeigt 175 Namen jüdischer Menschen, die während des NS-Regimes deportiert wurden. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
Unbekannte haben in Oldenburg ein Mahnmal für jüdische Opfer des Nationalsozialismus mit antisemitischen Botschaften beschmiert. Die Gedenkwand zeigt 175 Namen jüdischer Menschen, die während des NS-Regimes deportiert wurden. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Quelle: Ralph Peters via www.imago-images.de
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Oldenburg

Unbekannte haben in Oldenburg ein Mahnmal für jüdische Opfer des Nationalsozialismus mit weißer Farbe beschmiert. Die Gedenkwand neben dem Gebäude des Oldenburger Kulturzentrums PFL sei am Dienstag auf der Vorder- und Rückseite mit antisemitischen Botschaften verunstaltet worden, teilte die Polizei mit.

„Der Staatsschutz arbeitet mit Hochdruck daran, die Verursacher dieser Tat zu ermitteln“, sagte Oldenburgs Polizeipräsident Johann Kühme. „Es gibt in unserer Gesellschaft keinen Platz für Judenhass, deswegen müssen wir jegliche Form von Antisemitismus konsequent bekämpfen.“

Jüdisches Leben sichtbar und erfahrbar machen

Auf der Gedenkwand sind 175 Namen ehemaliger jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Oldenburg nachzulesen sowie deren Geburtsdatum, der Geburtsort, die letzte Wohnung und das Todesdatum beziehungsweise das Datum ihrer Deportation.

Auf einem großen Stadtplan sind die letzten Wohnungen gekennzeichnet. Das Mahnmal soll nach Angaben der Stadt Oldenburg Anknüpfungspunkte bieten, die jüdisches Leben in Oldenburg über Jahrhunderte sichtbar und erfahrbar machen.

Von RND/dpa