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Der Norden Kultusminister: „Masken im Unterricht sind nicht erforderlich“
Nachrichten Der Norden

Schulstart 2020: Niedersachsens Kultusminister Tonne spricht sich gegen Masken im Unterricht aus

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13:08 26.08.2020
Wie geht es nach den Sommerferien weiter? Grant Hendrik Tonne zum Schulstart 2020. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Am Donnerstag starten 885.000 Schüler ins neue Schuljahr, 72.000 Erstklässer werden eingeschult. Trotz Corona soll an Niedersachsens Schulen im neuen Schuljahr so viel Normalität wie möglich herrschen. Aber wie gelingt der Schulstart? Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat am Mittwochvormittag über den Unterricht nach den Sommerferien informiert.

Start im „eingeschränkten Regelbetrieb“

Demnach startet das neue Schuljahr in Niedersachsen im „eingeschränkten Regelbetrieb“ – dem von Tonne vorgestellten Szenario A mit vollen Klassen und ohne Abstandsgebot. Stattdessen gilt ein Kohortenprinzip, die maximal ein Jahrgang umfassen soll. Maskenpflicht im Unterricht lehnt der Minister ab. Es sprächen pädagogische Gründe gegen eine Pflicht, Sprachenunterricht sei so überhaupt nicht möglich. Unterricht sei mehr als das Zusammensitzen im Klassenraum und von der Tafel abzuschreiben, was der Lehrer anschreibt. „Eine Maske im Unterricht als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme ist derzeit nicht erforderlich“, sagte Tonne.

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„Die Situation ist beherrschbar“

Tonne gibt sich zuversichtlich: „Die Situation ist beherrschbar, wenn sich jeder einzelne an die Regeln hält, damit das Virus nicht von außen in die Schulen hereingetragen wird. Keiner muss Angst haben, dass Abschlüsse gefährdet sind." Wenn sich die Infektionszahlen negativ verändern sollten, dann sei der Szenarienwechsel, also hin zum Unterricht im Wechselmodell und halben Lerngruppen oder zum völligen Shutdown das Mittel der Wahl.

Niemand brauche sich um seine Abschlüsse sorgen

Die Schulschließungen während der Corona-Zwangspause hätten Lernrückstände in ganz unterschiedlichem Ausmaß produziert, sagte Tonne. Aber niemand müsse sich um seine Abschlüsse sorgen, Schulen bekämen Auswahlmöglichkeiten an die Hand, wie sie Lernlücken schließen könnten. Eltern und Schüler bräuchten Zeit, um Corona aufzuarbeiten. „Die Klassen hätten sich fünf Monate nicht gesehen. Man könne den ersten Schultag mit der ganzen Klasse nicht so starten, wie der letzte im März geendet habe“, sagte der Kultusminister.

Dezentrale Abschlussprüfungen möglich

Wenn sechs Wochen Schließzeit wegen Corona überschritten werden, dann soll es laut Tonne keine landesweit einheitlichen Abschlussprüfungen geben, sondern dezentrale. Das gilt auch, wenn einzelne Schüler coronabedingt länger als sechs Wochen nicht am Unterricht teilnehmen können.

Von dö, win